• 2012
  • 26.09.
  • 2012.26.09.

Halbzeit im Mais

„Wenn das Wetter hält, ist morgen Halbzeit in der Maisernte“, berichtet Klaus Parr. Auf 70 Hektar ist die Kultur geborgen. „Die Bedingungen sind bisher gut. Das bisschen Regen schadet nicht“, so der Betriebsleiter des Gutes Dummerstorf.

Halbzeit im Mais bedeutet in Dummerstorf tatsächlich eine Erntepause. „Wir drillen Wintergerste nach Mais. Das ist nicht überall üblich. Vielerorts kommt Wintergerste nach Winterweizen in den Boden. Bei uns nach Mais, weil wir Durchwuchs vom Winterweizen verhindern wollen“, erläutert Parr.

Mehr als 70 Hektar Wintergerste passen in Dummerstorf nicht in die Fruchtfolge. Auf diesen Anbau wollen die Landwirte aber nicht verzichten. „In vielen Betrieben spielt die Wintergerste keine Rolle mehr. Dabei wurde sie in den beiden vergangenen Jahren sehr gut bezahlt. Wir haben Wintergerste 2011 für über 20 Euro/dt verkauft. Dieses Jahr für über 23 Euro/dt. Im Tausch  haben wir für 20,50 Euro/dt Roggen für die Milchviehfütterung zugekauft“, so Parr.

Wenn die Wintergerste gedrillt ist, setzten die Dummerstorfer die Maisernte auf den verbliebenen 70 Hektar fort. Beim Häckseln kommen 1,5 l Siliermittel Kofasil stabil pro Tonne Frischmasse hinzu, um das Nacherwärmen des Erntegutes im Silostock zu verhindern. Das Festfahren des Silos übernehmen drei große Traktoren. Ihre Reifen weisen einen hohen Luftdruck auf. Zusätzliche Gewichte helfen, das Silo gut zu verdichten.

Sofort nach dem Häckseln werden die Stoppeln gemulcht. Es folgt ein Gang mit der Kurzscheibenegge, ein weiterer mit dem Grubber, 15 cm tief, dann wird gedrillt. Im Anbau ist Mais in zwei Reifegruppen (Silozahl 220 bis 230 und 240 bis 250), bis 2011 auf 200 ha, jeweils die Hälfte  für die Verwendung als Milchrindfutter sowie für die Erzeugung von Biogas. In diesem Jahr wurden erstmals 40 ha Mais für die Biogasproduktion durch Zuckerrüben ersetzt. „Im nächsten Jahr wollen wir diesen Anteil um zehn Prozent erhöhen“, so Betriebsleiter Parr.

 

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