• 2012
  • 17.11.
  • 2012.17.11.

Eurotier: Alternativen zu Sojaschrot erkundet

Alle zwei Jahre reist Herdenmanager Andreas Heklau mit Kollegen vom Gut Dummerstorf zur Eurotier nach Hannover. „ Jeder von uns hat drei, vier Themen im Gepäck, zu denen wir uns auf der Messe auf den neuesten Stand bringen“, sagt Heklau. Auf seiner Agenda standen dieses Mal  teilautomatisierte Systeme für den Melkstand, Klauendesinfektionsmittel und  – Alternativen zu Sojafutter.

Vor allem letzteres treibt die Dummerstorfer Landwirte um.   „Die Preise für Sojaextraktionsschrot stiegen von 30 auf bis zu 54 Euro pro Dezitonne. Zwar gingen sie zuletzt auf 45 Euro pro Dezitonne zurück, dennoch sind sie eigentlich nicht bezahlbar. Jedenfalls nicht, wenn wir für die Milch weiter nur 30 Cent pro Kilogramm erlösen. Deshalb suchen wir nach Möglichkeiten, Sojaextraktionsschrot  in der Ration unserer 460 Milchkühe durch andere Eiweißquellen zu ersetzen“, erläutert Andreas Heklau.

Das Problem dabei: alternative Proteinquellen haben Einbußen in der Milchleistung zur Folge, weil sie von den Tieren nicht so gut verwertet werden. Durch Behandlung von Rapsextraktionsschrot und Zusatz von Harnstoff sind Produkte entwickelt worden, die diesem Mangel begegnen. So bietet die Firma Alltech einen langsam verfügbaren Harnstoff (Optigen) an, der durch die Fett-Harnstoff-Kombination nur langsam frei wird und damit eine optimale Ammoniakverfügbarkeit für das Bakterienwachstum im Pansen sicherstellt.

Auf der Eurotier nahm Andreas Heklau mit der Herstellerfirma Kontakt auf und ließ sich verschiedene Varianten der Rationszusammensetzung erläutern. Voraussichtlich noch im Dezember werden die Dummerstorfer Landwirte  gemeinsam mit der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Fütterungsversuche mit Rapsschrot, „geschütztem“, das heisst thermisch aufbereitetem und pelletiertem Rapsschrot und Optigen beginnen. 

 

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