• 2012
  • 26.04.
  • 2012.26.04.

Der Mais ist drin!

Erst ein kurzes, dumpfes Geräusch, dann ein dunkler Gegenstand auf dem frisch bestellten Maisacker - und eine Maislegemaschine, die plötzlich nur noch elf statt zwölf Düngeschare mit sich führt. Norbert Zentner  stoppt seinen Traktor auf dem Schlag 2 am Rande von Dummerstorf und stapft über den Acker, um das verlorene Schar zu bergen. „Wenn die Maislegemaschine über einen Stein läuft, gibt es öfter Bruch. In diesem Fall hat es den Bügel eines Düngeschars erwischt, da kann man nichts machen“, sagt der Fahrer. Um nicht bei jedem Steinschlag den Werkstattwagen anfordern zu müssen, hat Zentner vorsichtshalber zwei Reservebügel in seinem Schlepper deponiert. Die Reparatur dauert so nur wenige Minuten. „Heute darf aber nichts mehr passieren. Das war der letzte Reservebügel“, sagt Zentner und deutet auf das eingebaute Ersatzteil.

Im Gut Dummerstorf wächst auf 160 ha Mais. Davon wurden dieser Tage bei etwa zehn Grad Celsius Bodentemperatur und sehr guten Aussaatbedingungen 140 ha Hauptfruchtmais, ohne Zwischenfrüchte, direkt bestellt. Auf 20 ha wird der Mais im Mai nach dem Abernten der Winterzwischenfrucht Deutsches Weidelgras ausgebracht. Das Gras kam im vorigen September in den Boden. Dem ersten Schnitt Ende Oktober vorigen Jahres folgt der zweite Anfang Mai. Der Aufwuchs dient als Grundlage für Grasanwelksilage, die wiederum ein wertvolles Grobfutter für die Kühe darstellt.

Vorab wurde dem Mais Gärreststoff – 30 Kubikmeter pro Hektar – verabreicht, sofort eingearbeitet und das Saatbett bereitet. Danach trat Norbert Zentner vom Lohnunternehmer Stotz in Thürkow in Aktion. Mit der Maislegemaschine Gaspardo legte er jeweils zehn Maiskörner pro Quadratmeter – 100 000 pro Hektar – in fünf Zentimeter Tiefe und 45 Zentimeter Reihenabstand ab. Aus dem vor dem Traktor angebrachten Düngerbehälter fallen pro Hektar 150 kg Diammonphosphat unter das Saatgut. „Unter Fuss“ gedüngt, hat der Mais in seinem tiefengelockerten und krümeligen Saatbett in diesem Frühjahr sehr gute Bedingungen, um kräftig zu wachsen. „Jetzt kann es regnen“, wünscht sich Betriebsleiter Klaus Parr.


Nachtrag zu „Deutschlands bester Melkerin“: Maren Krüger  konnte am Montag ihr Glück kaum fassen. Die Mitarbeiterin des Gutes Dummerstorf hatte in der vorigen Woche beim DLG-Bundesmelkwettbewerb im Fischgrätenmelkstand den ersten Platz erkämpft, den Gesamtsieg – und eine Reise nach Wisconsin – aber um zwei Punkte verfehlt. Am Montag erfuhr Krüger, dass auch sie zu einem Praktikum auf eine Farm nach Wisconsin fliegen wird. Die Geschäftsführung des Gutes Dummerstorf zeichnet sie mit der Reise für ihren Einsatz und ihre Leistungen bei den Melkwettbewerben 2012 aus!   Ri

 

comments powered by Disqus

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr