• 2012
  • 04.10.
  • 2012.04.10.

Auf nach Madison!

Heute morgen hat Maren Krüger sich auf den Weg gemacht: Um 9.07 Uhr stieg sie in Stralsund in den Zug, der sie nach Frankfurt am Main bringen wird. Nach einer Nacht im Hotel geht es morgen früh mit dem Flugzeug weiter in die USA. Marens Reiseziel ist die Stadt Madison im Mittleren Westen. Auf einer Rinderfarm in der Nähe der Hauptstadt des Bundesstaates Wisconsin wird sie ein siebentägiges Betriebspraktikum absolvieren.

Mit dieser Reise zeichnet das Gut Dummerstorf seine stellvertretende Herdenmanagerin für ihre Leistungen beim DLG-Bundesmelkwettbewerb im April aus. Dort hatte sie in der Disziplin Fischgrätenmelkstand den ersten Platz erkämpft.  „Maren hat die beste Platzierung erreicht, die bisher ein Starter aus Mecklenburg-Vorpommern beim Bundesmelkwettbewerb schaffte und viel zum Ansehen  unseres Betrieb beigetragen. Deshalb habe ich gemeinsam mit Betriebsleiter Klaus Parr beschlossen, sie auf diese Weiterbildungsreise zu schicken“, ist von Dr. Thomas Pitschmann, Geschäftsführer des Gutes Dummerstorf, zu erfahren.

Einen Tag vor Reisebeginn hat Maren Krüger  ihre Vorbereitungen längst abgeschlossen. „Das Visum habe ich online beantragt, das ging problemlos. Geld habe ich getauscht, der Koffer ist gepackt. Von mir aus kann es losgehen“, sagt Maren Krüger am Telefon. Die junge Frau ist gespannt, was die nächsten Tage bringen werden.

Zusammen mit dem Gesamtsieger des Bundesmelkwettbewerbes, Johannes Henkelmann aus Wadersloh in Nordrhein-Westfalen, wird sie vor dem Praktikum auf der Farm die „World Dairy Expo“, die weltgrößte Rinderausstellung in Madison besuchen und die Stadt kennenlernen. Zum Programm gehört ebenfalls eine Werksbesichtigung des Melktechnikherstellers Boumatic.

Neugierig ist Maren Krüger auf die Arbeit auf der Farm. „Die Kühe dort werden in einem 80er Außenmelkerkarussell gemolken. Dabei wenden die Melker den sogenannten Mexikanergriff an, bei dem alle vier Melkbecher gleichzeitig angesetzt werden. Das geht schneller, als wenn jeder Melkbecher einzeln an die Kuh geführt wird und es soll rückenschonender sein“,  berichtet Maren Krüger, was sie bisher nur vom Hörensagen kennt.

In ein paar Tagen wird sie aus eigener Anschauung wissen, was es mit dem „Mexikanergriff“ auf sich hat. Für alle Fälle hat sie ein Wörterbuch ins Handgepäck getan. „Ich lass mich überraschen, was die Tour an Erlebnissen bringt. Erst einmal will ich gut ankommen“, sagt die junge Frau, der die lange Flugzeit Respekt abnötigt. Neun Stunden sind es mit dem Flugzeug bis Detroit und dann noch einmal anderthalb Stunden bis Madison – es ist die längste Reise, die Maren Krüger bisher unternommen hat.

 

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