• 2012
  • 24.10.
  • 2012.24.10.

Auf Informationstour in Wisconsin

Maren Krüger ist glücklich und zufrieden zugleich. Als Siegerin am Fischgrätenmelkstand hatte die 25- Jährige, stellvertretende Herdenmanagerin vom Gut Dummerstorf, im April den Gesamtsieg beim 32. DLG Bundesmelkwettbewerb nur knapp verpasst. Der Sieger am Karussellmelkstand war einfach noch zwei Punkte besser. Eine so knappe Entscheidung veranlasste Gutsgeschäftsführer Dr. Thomas Pitschmann und Betriebsleiter Klaus Parr, den Siegerpreis – eine zehntägige Reise zu einer Farm im USA-Bundesstaat Wisconsin – einfach noch mal zu sponsern.

BouMatic, weltweiter Marktführer für Melksysteme und Milchviehbetriebsausrüstungen, hatte den Sieger zu einer Informationstour eingeladen. Und so fuhr Maren Krüger jetzt Anfang Oktober einfach mit Bundessieger Johannes Henkelmann mit.

„Es war beeindruckend und lehrreich zugleich“, bilanziert die Meisterin ihres Fachs die Exkursion. In Madison angekommen, lud gleich die größte Fachausstellung der USA und Canada – die World Expo – zum Besuch ein. Vergleichbar mit der Eurotier Hannover wurden über 1 300 Milchkühe präsentiert und über neueste Entwicklungen in der Zucht und Betriebsführung informiert. Tags darauf ging es zur Stadtbesichtigung. Besonders beeindruckt war Maren vom riesigen Universitätsgelände, vom Capitol und dem unmittelbaren Stadtkern. Auch der Chef des BauMatic Werkes lud zum Besuch ein. Der ließ es sich nicht nehmen, dem Erfolgsduo persönlich zum Sieg beim Melkwettbewerb zu gratulieren und  seine neuesten Entwicklungen bei Melkzeugen und Milchtanks vorzustellen.

Nach drei Tagen „Unterhaltung“ ging es an die Arbeit. Ausgewählt worden war die Farm New Chester Dairy in Grand Marsh – ein Unternehmen mit 4 300 zu melkenden Kühen. Zu Hause in Dummerstorf sind es gerade mal 450. Erledigt wird die Arbeit von 40 Mitarbeitern, überwiegend mexikanischer Herkunft. „Weil die vergleichsweise klein sind, war es mitunter gar nicht so einfach, mit den auf die Personengröße abgestimmten Melkvorrichtungen klar zu kommen. Das ging ganz schön ins Kreuz“, erinnert sich Maren an die interessante und lehrreiche Mitarbeit zugleich. Gearbeitet wird rund um die Uhr in zwei Schichten an 80-er Außenkarussells. Als Einstreu kommt Sand zum Einsatz, der regelmäßig in einer firmeneigenen Anlage gereinigt wird, und so immer wieder verwendet werden kann. Neu für die deutsche Melkmeisterin war auch, dass alle vier Melkbecher gleichzeitig angesetzt werden. Der „Mexikanische Melkgriff“ garantiert, dass die gewohnte Arbeit noch schneller von der Hand geht als hierzulande. In den Folgetagen ging es zum Kennenlernen in den Abkalbestall, wo dann auch Stroh zum Einstreuen verwendet wird, und ins Hospital.

„Die Reise war also kein reines Vergnügen, sondern auch mit harter Arbeit verbunden. Das Beeindruckende dabei waren vor allem die Größe des Betriebes und die stets freundlichen Mitarbeiter“, erinnert sich Maren Krüger. Und auch daran, dass es mit der täglichen Versorgung gar nicht so einfach war. Weil es, wie gewohnt, in den USA im Motel kaum Frühstück gibt, musste alles selbst eingekauft werden. Und der Weg zum nächsten Supermarkt war weit. Mitunter dauerte es sogar über eine Stunde zum nächsten Restaurant, um sich nach getaner Arbeit ein ordentliches Abendessen zu gönnen. „So haben wir nicht nur Leute, sondern auch das Land kennengelernt. Wenngleich es bei unseren abendlichen Exkursionen mit dem Leihwagen schon immer dunkel war“, lächelt Maren und zeigt sich glücklich, so viele neue Eindrücke gewonnen zu haben.

 

 

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