• 2013
  • 06.03.
  • 2013.06.03.

Ahoi nach 365 Tagen

Abschied von Gut Dummerstorf. Zum vorerst letzten Mal machte ich mich heute auf den Weg zu unserem Praxispartner. Ein Jahr lang, so hatten es sich die BauernZeitung und die Führung des Gutes Ende Februar 2012 vorgenommen,  wollten wir einmal in der Woche unter praxispartner.bauernzeitung.de über den Alltag in dem Betrieb berichten.

Wir wollten zeigen, wie ein modernes Agrarunternehmen funktioniert, wie seine Mitarbeiter landwirtschaftliche Kulturen anbauen, Rinder halten und Milch produzieren sowie Strom und Wärme aus Biogas. Uns interessierte, welche Maschinen, Methoden und Verfahren sie einsetzen und welche neuen, effektiveren Technologien sie mit Partnern aus der Wissenschaft  erproben. Entstanden sind 52 Beiträge, Momentaufnahmen  von Landwirten und ihrem Tun, von Menschen, die sich verantwortlich fühlen,  die in ihrer Arbeit aufgehen und die sich, bei aller Routine, ihre Neugier auf den nächsten Tag bewahrt haben.

„Wir sind durch. Wir haben alle Themen beleuchtet.“ Betriebsleiter Klaus Parr sieht unsere Mission nach zwölf Monaten erfüllt. Gewiss könnte man weiter berichten. Aber der Betrieb ist als Landesgut außer in der Produktion von Milch, Futter, Marktfrüchten  und Energie auf vielen Feldern gefordert.  Die intensive Zusammenarbeit mit Forschungs- und Bildungseinrichtungen,  Besuchergruppen, die Organisation von Feldtagen und Fachveranstaltungen stellen für die Mitarbeiter zusätzliche Anforderungen dar.

Nachdem man 2012 insgesamt ordentliche Ergebnisse erzielt hatte, mit sehr guten Erlösen bei Marktfrüchten und Biogas, allerdings auch mit Einnahmen aus der Milch, die hinter den Erwartungen zurückgeblieben, ist die Aufmerksamkeit der Landwirte nun auf die neue Feldsaison gerichtet. Das Ausbringeproblem bei den Gärreststoffen hat sich entspannt. Fast 3 000 Kubikmeter wurden bei der günstigen Witterung in den vergangenen Tagen ausgebracht. Auch die erste Stickstoffgabe ist raus. 

Der Abschied ist kurz. Wir schießen noch ein Gruppenfoto, auch Maren Krüger, Deutschlands beste Melkerin, ihre Kollegin Therés Tietz, Herdenmanager Andreas Heklau und der Feldbauexperte Mathias Severin sind  gekommen. Nur einer, der gern dabei gewesen wäre, fehlt. Geschäftsführer Dr. Thomas Pitschmann ist schon am frühen Morgen zu einer Tagung nach Thüringen aufgebrochen. „Wir bleiben in Kontakt. Über die Versuchsergebnisse halten wir euch auf dem Laufenden“, versichert mir Klaus Parr. Ahoi, Gut Dummerstorf. Ein gutes Jahr 2013!

 

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