• 2014
  • 19.03.
  • 2014.19.03.

Zeitiger Start der Frühjahrsarbeiten

© Gerd Rinas

Volker Nimke bereitet den Maisacker vor.

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Während im vorigen Jahr Sommertriticale zwischen dem 15. und 17. April in den Boden kam, war die Aussaat auf 35 ha dieses Mal am 11. März beendet! „Die Vegetation setzte zwei bis drei Wochen früher ein, die Pflanzen sind deutlich weiter entwickelt“, so Uwe Müller, Abteilungsleiter Pflanzenproduktion im Agrarbetrieb Groß Grenz.

Kulturen sind gut durch den Winter gekommen

Die Kulturen sind überwiegend gut durch den Winter gekommen. 20 ha Winterweizen werden wir allerdings umbrechen müssen, weil Kahlfröste im Januar den Bestand geschädigt haben. Die länger anhaltende Vegetation im Herbst führte dazu, dass sich Ende August, Anfang September bestellte Rapsbestände gut entwickelt haben. Jetzt haben die Pflanzen schon eine beachtliche Wuchshöhe erreicht. „Wir haben drei bis vier Zentimeter Wachstumsschübe in den vergangenen Tagen beobachtet. Wir müssen nun entscheiden, ob wir Wachstumsregulatoren (Fungizide) einsetzen, um die Pflanzen zu stabilisieren, damit sie später nicht ins Lager gehen“, erläutert Müller. Der Raps hat bereits die 2. Gabe Stickstoff und Schwefel erhalten, inklusive Gärreststoffen. Die Besonderheit in diesem Frühjahr: Bei milden Temperaturen ist der Schädlingsdruck erheblich. In den Gelbschalen finden sich Große Rapsstengelrüßler und Kohltriebrüßler über dem Bekämpfungsrichtwert. Regional, in Benitz mehr als in Klein Grenz, zeigen sich auch  Rapsglanzkäfer. Nach mehrtägigen Beobachtungen haben die Landwirte im Laufe der Woche auf fast allen Rapsflächen eine Insektizidbehandlung durchgeführt.

Erbsenaussaat steht bevor

Der zwischen dem 5. und 10. September vorigen Jahres gedrillte Winterweizen wird in den nächsten Tagen mit Wachstumsregulatoren behandelt. Er hat in diesen Tagen bereits das Entwicklungsstadium EC 30 erreicht. Soweit waren die Bestände 2013 erst um den 20. April herum! „Die untere Halmbasis muss stabilisiert werden, damit die Pflanze standfest bleibt“, so Uwe Müller. Bei der Wintergerste ist das Wachstum noch verhalten. Die Bestände brauchen jetzt Wärme. Bis Mittwoch nächster Woche soll die Wintergerste die 2. Stickstoffgabe erhalten haben, um die kontinuierliche Versorgung der Pflanzen zu gewährleisten. Das Ackergras ist gewalzt und ebenfalls gedüngt. „Mit der Erbsenaussaat auf 35 ha haben wir uns noch zurückgehalten, um der Gefahr durch Nachtfröste zu begegnen. Ende nächster Woche sollen die Körner aber in den Boden“, so Uwe Müller.

Gerd Rinas   

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