• 2013
  • 27.03.
  • 2013.27.03.

Winterarbeit im Ackerbau

Den langen Winter nutzen die Pflanzenbauer für die Wartung teschnischer Anlagen und Instandsetzung der Landmaschinen.

Bildgalerie: Winterarbeit im Ackerbau

 

Schnee und Frost gehen Uwe Müller langsam auf die Nerven. „Es wird Zeit, dass es Frühling wird und wir auf den Acker können. Doch bei dem kalten Wetter geht zur Zeit gar nichts. Selbst wenn es in den nächsten Tagen wärmer wird, die Flächen müssen ja auch noch abtrocknen“, sagt der Abteilungsleiter Pflanzenbau in der GGAB Agrarbetrieb Groß Grenz.


Reparaturen im Stall und Wartung technischer Anlagen

Andererseits hatte der lange Winter für Uwe Müller auch sein Gutes. Die Wartung technischer Anlagen in den Ställen, für die Müller und seine neun Mitarbeiter einschließlich Werkstattbesatzung, ebenfalls verantwortlich sind, ist gut vorangekommen. So wurden verschlissene Spaltenböden im Sauenstall ausgetauscht und die Generalreparatur der Dungschiebeanlage im Milchviehstall abgeschlossen.


Kontrolle der Landmaschinen

Auch für die Vorbereitung ihrer Landtechnik auf die neue Saison hatten die Männer um Uwe Müller in diesem langen Winter ausreichend Zeit. „Nach Abschluss der Feldarbeiten im vorigen Herbst haben unsere Servicepartner die Maschinen gecheckt. „Danach legten wir fest, was wir selbst reparieren und was die Spezialisten“, erläutert Abteilungsleiter Müller. In den vergangenen Monaten sind fast sämtliche Landmaschinen kontrolliert, gewartet und wenn notwendig instand gesetzt worden. Nur den Mähdrescher hat man sich für die wärmere Jahreszeit aufgehoben.


Dauereinsatz im Pflanzenbau

„Wir schicken im Winter keinen Mitarbeiter zur Arbeitsagentur. Zwar können entsprechend dem Stundenkonto Überstunden abgebaut werden. Außerdem nutzen die Kollegen die Wintermonate zur Weiterbildung oder um mal länger Urlaub zu machen. Aber an Arbeit mangelt es für uns Pflanzenbauer auch im Winter nicht“, so Müller.


Benitz startklar für die Saison

An einem Allzweckanhänger schweißt Fredy Clasen gerade die Halterungen für den Futteraufsatz. „Die Bremsbeläge haben wir getauscht, jetzt bekommt der Hänger noch Farbe, dann ist er startklar für die neue Saison“, freut sich Clasen. Er ist ausgebildeter Karosseriebauer, aber schon viele Jahre Schlosser in der Werkstatt in Benitz. „Bei uns ist es so, dass die Älteren ihre Kenntnisse an die Jüngeren weitergeben“, erläutert Clasen, der in früheren Jahren viel von Werner Holm gelernt hat. Mittlerweile lernen Jüngere von Clasen.


Landtechnik einsatzbereit

In der Werkstatt treffen wir Bernd Lampe, der gerade das Hinterrad eines John Deer-Schleppers abgebaut hat. „Das Bremsregelventil ist defekt. Nun hoffe ich, dass das Ersatzteil bald rankommt“, sagt der Agrotechniker. Sein Kollege Ronald Bünger macht sich an einem B 201 zu schaffen. Auf den Beetpflug-Veteranen aus dem einstigen Kombinat Fortschritt lässt er nichts kommen. „Der Pflug leistet immer noch sehr gute Arbeit.“ Bünger hat das Gerät wie in den Wintern zuvor durchgesehen, einige Streichbleche sowie Schare und Spitzen gewechselt. „Jetzt ist der Pflug wieder einsatzbereit“, so der gelernte Baumaschinist zufrieden.


Geringe Instandhaltungskosten dank Eigeneinsatz

In der Pflanzenbauabteilung sind neben Landwirten verschiedenste Handwerksberufe vertreten, darunter auch Maurer und Tischler. „Was möglich ist, reparieren und bauen wir selbst“, sagt Uwe Müller. Die Vorteile liegen für den staatlich geprüften Betriebswirt, der im Erstberuf Schiffbauer ist, auf der Hand: „Wir sichern damit auch im Winter Arbeit und außerdem halten wir die Instandhaltungskosten gering.“

comments powered by Disqus

ANZEIGE

Termine

Keine Veranstaltungen
Zu Ihrer Auswahl konnten leider keine Veranstaltungen gefunden werden.

ANZEIGE

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr