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  • 2016.27.01.

Weiterbildung im Team macht Spaß

© Gerd Rinas

Winterakademie beim Bauernverband Bützow in der vorigen Woche: Bei Fruchtfolgen und Zwischenfrüchten sind die Zuhörer mit Kathrin Naumann (vorn, re.) „ganz Ohr“.

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So richtig trauen Rainer Tschirner und Dr. Kathrin Naumann dem (Wetter-)Frieden nicht. „Im Winter muss man immer auf alles gefasst sein“, sagt der Geschäftsführer. „Die erste Kälteperiode Anfang Januar mit Temperaturen bis minus zehn Grad Celsius und Wind gab einen Vorgeschmack auf einen harten Winter“, ergänzt die Geschäftsführerin. Im Betrieb waren vor dem Wintereinbruch Schutzmaßnahmen gegen Frost und Kälte getroffen worden. „Wir haben Tränkautomaten zusätzlich isoliert und mit Wärmelampen ausgestattet. Die Gaslüfter im Schweinestall wurden vorsorglich gewartet, das Streugutlager wurde aufgefüllt und ein Nachtdienst eingerichtet, um Schleppschieber und Tränken zu kontrollieren und vor dem Einfrieren zu schützen“, berichtet Kathrin Naumann. Auch die zweite Kälteperiode in der vorigen Woche hat in Milchvieh- und Schweineställen  keinen Schaden angerichtet.

 

Praxisnah und aktuell

Unterdessen nutzen Mitarbeiter  die in Feld und Flur arbeitsarme Jahreszeit für die Weiterbildung. Der Bauernverband Bützow und das BilSE-Institut, Güstrow, haben wieder eine Winterakademie vorbereitet, die dritte seit 2014. „Die Themen sind immer sorgfältig ausgewählt, praxisnah und aktuell, die Referenten kompetent“, lobt Kathrin Naumann die Arbeit von Bauernverbandsgeschäftsführerin Katrin Kauer und BilSE-Sektorenleiterin Dr. Britta Ender. An dem Kurs beteiligen sich dieses Mal elf Landwirte. „Es hat sich ein Stamm an Teilnehmern herausgebildet“, freut sich Katrin Kauer. Sie wünscht sich, dass noch mehr Landwirte mitmachen. „Weiterbildung macht sich bezahlt und im Team außerdem Spaß. In den Pausen kommt vieles zur Sprache, was Landwirte bewegt. Natürlich kosten die vier Tagesveranstaltungen Zeit“, räumt Kauer ein. Zeitmangel ist der häufigste Grund, weshalb Landwirte absagen. Kathrin Naumann informierte sich in der vorigen Woche zu Fruchtfolgen und Zwischenfrüchten. Unternehmensberater Uwe Schmidt verabschiedete die letzten Teilnehmer 30 Minuten nach dem eigentlichen Seminar­ende – es gab Fragen über Fragen. Reges Interesse fand ebenfalls das Seminar „Gut Verhandlungen führen“. Auf dem Programm stehen noch die Düngeverordnung, Pflanzenschutz und Grundwassermessstellen sowie Öffentlichkeitsarbeit im Landwirtschaftsbetrieb.

Die Winterakademie ist nicht die einzige Quelle, aus der Mitarbeiter im Agrarbetrieb Groß Grenz in diesen Wochen neues Wissen schöpfen. Jörg Nimke, Markus Herrmann, Franziska Baranowski  und Auszubildender Michael Fischer waren kürzlich zum Klauenschneiderlehrgang. LKV-Mitarbeiter kommen demnächst in den Betrieb zur Melkerschulung.

 

Reise nach Belgien

Der Schweinekontroll- und Beratungsring lädt zum Erfahrungsaustausch, Firmen laden zu Schulungen ein, die MSD-Landwirte-Akademie informiert über Schweinefütterung und -gesundheit. In dieser Woche trafen sich Vertreter aus dem Netzwerk der Demobetriebe „Tierschutz“, in der nächsten Woche folgt ein Seminar zu Arbeitsrecht und Mindestlohn. „Im Moment kommt man bei den Veranstaltungen kaum hinterher, es ist wie eine geballte Ladung. Es gibt viel Neues. Wir wollen auf dem Laufenden bleiben“, sagt Rainer Tschirner. Die längste Reise zu einer Schulung wird im Februar Christian Schlingelhof antreten. Er fährt für zwei Tage ins Mähdrescherwerk nach Belgien, um sich für die neue Maschine fit zu machen.

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