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  • 2015.21.07.

Wasserwerk im Hitzestress

Holger Zelck © Gerd Rinas

Holger Zelck begutachtet die Kiesfilter im Wasserwerk.

Bildergalerie: Wasserwerk

Nicht nur an sommerlichen Hitzetagen ist in Landwirtschaftsbetrieben sauberes Wasser unverzichtbares Lebenselexier. Im Agrarbetrieb Groß Grenz wird es an drei Standorten vor allem zum Tränken von 1.000 Rindern und 6.400 Mastschweinen benötigt, darüber hinaus für viele andere Zwecke.

Am Unternehmenssitz in Benitz wird das Wasser aus zwei betriebseigenen Brunnen aus 60 m Tiefe von Pumpen in ein Wasserwerk gefördert. In der kalten Jahreszeit sind es etwa 95 m3 täglich. An heißen Sommertagen steigt der Verbrauch auf 120 m3 – 120.000 Liter – und mehr. „Eine Havarie in der Wasserversorgung hätte weitreichende Folgen. Deshalb haben wir uns vor zehn Jahren entschlossen, die Wartung unseres Wasserwerkes in die Hände einer Fachfirma zu legen“, berichtet Geschäftsführer Rainer Tschirner.

Seitdem inspiziert ein Mitarbeiter der Firma Brunnenbau Zelck aus Bützow einmal wöchentlich die Wasseraufbereitung in Benitz. „Die Anlage besteht hauptsächlich aus zwei Kesseln mit Kiesfiltern mit einem Durchmesser von jeweils 1,20 m, zwei Druckkesseln a 2.000 l und einem Gebläse für die Rückspülung der Kiesfilter“, erläutert Firmenchef Holger Zelck. Das Wasser aus den Brunnen wird durch die Kessel mit den Kiesfiltern geführt und mit Luftsauerstoff belüftet. Eisen- und Manganbestandteile oxydieren, flocken aus und setzen sich im Kiesfilter ab. „Einmal in der Woche werden die Filter gespült, Eisen- und Mangan landen in einem Absatzbecken“, so Zelck. Kontrolliert wird außerdem das Luftpolster im Druckkessel. „Sinkt es zu stark ab, erhöht sich die Schaltfolge der Pumpen unnötig“, so der Fachmann.

Die Anlage läuft weitgehend störungsfrei. Die Mitarbeiter der Wartungsfirma achten zugleich darauf, dass verschlissene Teile rechtzeitig ersetzt werden. 2005 musste einer der beiden Druckkessel und 2012 ein Filterkessel ausgetauscht werden. In diesem Jahr baute man ein neues Gebläse für die Rückspülung der Filterkessel ein.

Die Kosten für die fachmännische Wartung des Wasserwerkes sind für Rainer Tschirner gut angelegtes Geld. „Für uns ist die einwandfreie Qualität des Wassers nach der Trinkwasserverordnung eine wesentliche Betriebsvoraussetzung. Sowohl die QM-Zertifizierung unseres Milchkuhbestandes als auch die QS-Zertifizierung unserer Schweinehaltung setzen die Einhaltung der hohen Wasserstandards voraus“, so Tschirner.

Einmal im Jahr überprüft ein unabhängiges Labor das Benitzer Wasser auf seine Bestandteile sowie Nitrat- und Keimgehalt. Bisher immer zur Zufriedenheit der Betriebsleitung und der verschiedenen Kontrollinstanzen.

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