• 2013
  • 20.03.
  • 2013.20.03.

Von wegen Winter adè!

Eigentlich hätte Jörg Nimke an diesem Wochenende frei gehabt. Doch als das Schneetreiben anfing, ließ es dem Abteilungsleiter Rind in der GGAB Groß Grenz keine Ruhe.  Bei dem Wetter musste er bei den Tieren nach dem Rechten sehen.  Als hätte er es geahnt! Durch die Dachöffnungen im Milchviehstall hatte der Wind Schnee in einige Liegeboxen geweht. „Das geht natürlich gar nicht“, sagt Jörg Nimke. Zusammen mit Fütterer Marcus Herrmann machte er sich an die Arbeit. Nach zwei Stunden sind die Liegeflächen für die Kühe wieder schneefrei. „Auch wenn der Wetterbericht den Wintereinbruch vorhergesagt hat, erlebt man immer wieder Überraschungen“, so Nimke. Eingefrorene Tränken und Wasserleitungen oder gar Havarien wegen des kalten Wetters blieben den Landwirten in Groß Grenz bisher erspart. „Sowohl bei den Schweinen, in der Biogasanlage und auch in der Milchproduktion gab es bisher keine Beeinträchtigungen“, sagt Geschäftsführer Rainer Tschirner. Auf einige witterungsbedingte Verzögerungen hat man sich vorbereitet. „Wenn der Milchtanker mal drei, vier Stunden später kommt, ist das kein Problem. Unser Milchtank kann größere Mengen aufnehmen“, so Tschirner.  Dennoch passt dem Betriebsleiter die Rückkehr des Winters nicht ins Konzept. „Wenigstens haben wir vorher einen Teil der Flächen mit Dünger versorgt und Gülle ausgebracht. Die Läger waren ziemlich voll, es wurde Zeit.“ Der Landwirt hofft, dass es bald Frühling wird und der Boden abtrocknet. „Da einige Flächen vor dem Wintereinbruch  noch nicht befahrbar waren, mussten wir das Düngerstreuen unterbrechen. Außerdem sind noch 42 Hektar Sommertriticale und 25 Hektar Erbsen zu bestellen. Das wird in Anbetracht der Wetterlage im März nichts mehr.“  Die Aussichten auf eine schnelle Besserung sind aber eher verhalten: Tief Andreas soll am Donnerstag wieder leichten Schneefall bringen, es bleibt winterlich kalt, sagt der Wetterbericht voraus. „Immerhin haben die kalten Temperaturen der vergangenen Tage den Kulturen nichts anhaben können. Der Schnee hat sie geschützt“, tröstet sich Rainer Tschirner.

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