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  • 2017.25.10.

Viel Mais geerntet - und Acker entwässert

© Gerd Rinas

Mit 150 m neuer Drainageleitung soll die Staunässe auf dieser Ackerfläche in der Nähe des Flusses Beke verschwinden.

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Seit Donnerstag voriger Woche ist die letzte Ernte des Jahres im Agrarbetrieb Groß Grenz Geschichte: Auf dem Schlag Am Laufgraben an der Straße nach Schwaan hat Häckslerfahrer Christian Schlingelhof den letzten Mais geborgen. „Nach 46 Tagen waren 164 ha Maisfläche abgeerntet“, sagt Geschäftsführerin Dr. Kathrin Naumann.

Zusätzlich ein Erdsilo

Der viele Regen im Sommer hat dem Mais gut getan. „Der Ertrag ist überdurchschnittlich und auch die Qualität ist gut“, sagt Naumann. Obwohl die Silos etwas höher befüllt wurden als in den Jahren zuvor, musste zusätzlich ein Erdsilo angelegt werden, um die gesamte Erntemenge aufnehmen zu können. Der hohe Ertrag ist aber nicht allein auf die günstigen Wachstumsbedingungen in den vergangenen Monaten zurückzuführen. „Wegen starken Insektenbefalls und Trockenheit haben wir uns im vorigen Herbst  entschieden, 30 ha Winterraps umzubrechen und die Fläche dann im Frühjahr mit Mais bestellt. Das hat die Erntemenge noch spürbar erhöht“, erläutert Kathrin Naumann.

Welchen monetären Vorteil der außergewöhnliche Maisertrag bringen wird, ist noch nicht ganz klar. „Der Grundfuttervorrat unserer 450 Milchrinder ist für die nächsten Monate gesichert. Außerdem werden wir  in der kommenden Saison voraussichtlich 20 ha weniger Mais und dafür mehr Marktfrüchte anbauen mit Aussicht auf einen entsprechenden Mehrerlös“, sagt Naumann. Jetzt überlegt man sogar, einen Teil der Maisernte als Futter oder Substrat an Betreiber von Biogasanlagen  zu verkaufen. „Es wäre das erste Mal, dass wir Mais verkaufen. Bisher haben wir immer den gesamten Ertrag als Futter für unsere Milchrinder verwertet“, sagt Kathrin Naumann.

Gut angelegtes Geld

Unterdessen hat eine Meliorationsfirma im Auftrag des Agrarbetriebs auf einer Ackerfläche im Einzugsbereich des Flusses Beke mit der Verlegung von Drainagerohren begonnen. Wegen Staunässe konnte hier auf einer Teilfläche der Weizen nicht geerntet werden. Das soll sich im nächsten Jahr nicht wiederholen. Heiko Jahnke und Jörg Löbert von der Firma Gadi-Bau GmbH aus Mühl-Rosin bei Güstrow, zwei erfahrene Meliorationsspezialisten, verlegen in den nächsten Tagen 150 m Drainageleitung und bauen einen Aufnahme- und Kontrollschacht ein. Dazu sind aufwendige Erdarbeiten und der Einsatz eines Baggers notwendig.

„Viele Landwirtschaftsbetriebe halten sich zurück, wenn es um die Instandhaltung der alten Drainageleitungen geht“, schildert Heiko Jahnke seine Erfahrung. Der Agrarbetrieb Groß Grenz hat in den vergangenen Jahren indes immer wieder in die Entwässerung investiert. Dieses Mal fließen 20 000 €, um auf dem Acker die Staunässe zu beseitigen. „Wir denken, dass ist gut angelegtes Geld“, sagt Kathrin Naumann.

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