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  • 21.06.
  • 2013.21.06.

Verpächtertreffen in Benitz

Der Agrarbetrieb Groß Grenz rief – und fast alle kamen. Es ist inzwischen schon zu einer guten Tradition geworden, das die Geschäftsführung alle Verpächter und ehemaligen Mitarbeiter zu einem Treffen im Unternehmen einlädt. Um sie über die Betriebsentwicklung zu informieren, was sich in den vergangenen 12 Monaten so alles ereignet hat, und natürlich, was sich auf ihren eingebrachten Flächen tut. Und fast 50 Interessierte kamen. Immerhin beträgt der Anteil der Pachtflächen rund 40 Prozent an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.440 Hektar. 70 Familien bzw. Einzelpersonen sind daran beteiligt. Und Geschäftsführer Rainer Tschirner hatte allen Gutes zu vermelden. Zum wiederholten Mal hat das Unternehmen den Pachtzins entsprechend der Leistungsfähigkeit des Betriebes erhöht. Da hat es bei so manchem Verpächter jüngst ordentlich in der Kasse geklingelt. Der Umfang der zur Verfügung gestellten Flächen liegt zwischen 1 und 50 Hektar. Viele setzten auf das regelmäßige zusätzliche Einkommen durch die Bodenverpachtung, wenngleich der Geschäftsführer keinen Hehl daraus macht, den Boden des einen oder anderen Verpächters auch gern kaufen zu wollen.

Information- und Rundgang mit den Verpächtern

Bei Gründung des Unternehmens 1991 aus einer LPG Tierproduktion heraus, war es für Rainer Tschirner besonders wichtig auch schnell ausreichend Boden für sein junges Unternehmen zu aquirieren. Angesichts des selbstgestellten Ziels einen komplexen Agrarbetrieb aufzubauen. Neben Milcherzeugung, Kälber- und Jungrinderaufzucht, Ferkel- und Mastschweineproduktion, künftig auch mit Ackerbau. Seitdem gibt es diesen engen Kontakt zu den Verpächtern. „Alle Kulturen stehen in diesem Jahr bislang hervorragend“ konnte Rainer Tschirner seinen interessierten Gästen berichten, bevor es zu einer Rundfahrt entlang der Felder und Wiesen ging, um alles selbst in Augenschein zu nehmen.

Nicht ohne sich vorher ordentlich gestärkt zu haben. Auch das ist längst Tradition. Wenn das Unternehmen seine Verpächter einlädt ist auch die Landfleischerei Magdeburg aus dem nahegelegenen Stäbelow mit dabei. Bevor es hinaus zur Landpartie ging konnten sich alle Gäste und auch die Mitarbeiter bei Spanferkel und Sauerkraut laben. Angelika Franke und Marcel Jainczik hatten beim Verteilen alle Hände voll zu tun. Wöchentlich werden 20 Schweine aus der Mast in Benitz an die Landfleischerei geliefert und für die Kunden zu vielfältigen Produkten aufbereitet. Diesmal blieben 2 Ferkel quasi im Unternehmen, nicht ohne zuvor mit viel handwerklichem Geschick entsprechend gebacken worden zu sein.

Und gebe es nicht schon genug Grund zum Festschmaus angesichts der anhaltend guten Betriebsentwicklung, konnte Rainer Tschirner auch noch seiner ehemaligen Mitarbeiterin Monika Nimke zum Geburtstag gratulieren. Auch die Jubilarin hat einst Boden in den noch jungen Agrarbetrieb eingebracht. Und auch gleich ihre Söhne für eine Mitarbeit begeistern können. Jörg Nimke ist heute als Abteilungsleiter Rinderproduktion und Volker Nimke im Ackerbau tätig. Und genau dieses Thema – Nachwuchsgewinnung – wurde später bei der Landpartie hoch auf dem grünen Wagen intensiv diskutiert. Viele mitreisende Verpächter wundern sich einfach, dass es zunehmend  schwieriger wird junge Menschen für eine Tätigkeit in der Landwirtschaft zu gewinnen. Anders die Situation in der GGAB Agrarbetrieb Groß Grenz. Viele der eingestellten Lehrlinge waren zuletzt so gut eingeschlagen, dass sie vom Unternehmen übernommen werden konnten. Und auch in der Chefetage ist die Zukunft gesichert. Das Verpächtertreffen im nächsten Juni wird das letzte von Rainer Tschirner als Geschäftsführer sein. An diesem Tag wird er das Zepter an seine Tochter Dr. Kathrin Naumann übergeben. Und die freut sich schon auf die neue Herausforderung.

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