• 2015
  • 13.05.
  • 2015.13.05.

Trümmer beseitigt

© Gerd Rinas

Der Tornado am 6. Mai richtete schwere Schäden in der Bützower Altstadt an.

Bildergalerie: Trümmer beseitigt

Alarmstimmung herrschte am Dienstagabend voriger Woche im Agrarbetrieb Groß Grenz. In der nur wenige Kilometer entfernten Kleinstadt Bützow hatte kurz zuvor ein Tornado verheerende Schäden angerichtet. Der Sturm zog in wenigen Minuten mehr als 120 Gebäude in Mitleidenschaft, deckte Dächer ab, ließ Bäume umstürzen, beschädigte mehr als 100 Autos und verwandelte die Innenstadt in ein Trümmerfeld.

Auch in umliegenden Dörfern verursachte der Sturm großen Schaden. In Kassow hob der Tornado das Dach einer Düngerhalle samt Solaranlage ab. „Nur wenige Meter daneben steht unser Jungrinderstall. Wie durch ein Wunder blieb er unversehrt“ berichtete Geschäftsführerin Dr. Kathrin Naumann. Allerdings waren durch den Sturm 22 Rinder auf der nahen Oetteliner Koppel in Panik geraten und ausgebrochen. „Zu viert sind wir los, um die Tiere zu suchen und fanden sie schließlich zusammengedrängt in einer Buschecke. Wir zäunten eine Koppel ab, holten ein neues Weidezaungerät, kurz vor Mitternacht waren die Tiere wieder unter Kontrolle“, so Kathrin Naumann. Als am nächsten Morgen das ganze Ausmaß der Schäden in Bützow bekannt wurde, rief sie bei Katrin Kauer, Geschäftsführerin des Bützower Bauernverbandes, an. „Wir haben Räumtechnik, damit  können wir helfen.“ So dachten an diesem Tag zahlreiche Landwirte in der Region und schickten ebenfalls Fahrzeuge zum Schuttbergen in die vom Sturm verwüstete ehemalige Ackerbürgerstadt.

„Es ist unglaublich, solche Zerstörung habe ich noch nicht gesehen“, fasste Fahrer Bernd Lampe aus dem Agrarbetrieb Groß Grenz am nächsten Tag seine Eindrucke zusammen. Zwei Tage lang hatte er zusammen mit Kollegen von Abbruchunternehmen, Speditionsfirmen und aus anderen Landwirtschaftsbetrieben Schutt zum zentralen Sammelplatz gebracht. Als die Straßen wieder passierbar waren und kleineres Räumgerät notwendig wurde, beendete Lampe seinen Einsatz und kehrte in den Agrarbetrieb zurück. Dort hatte am Tag zuvor die Futterernte begonnen.

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