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  • 04.11.
  • 2015.04.11.

Studentin betreut Kälberversuch

© Gerd Rinas

Ist das Fieber gesunken? Anne-Kathrin Knobloch kontrolliert den Wert bei einem Bullenkalb. Angelika Prädel unterstützt die Studentin bei ihrem Kälberversuch.

Bildergalerie: Studentin betreut Käberversuch

Wie kriegen wir den Durchfall bei den Kälbern in den Griff? Diese Frage treibt Anne-Kathrin Knobloch schon seit August um. Die Studentin, die an der Agrarfakultät der Universität Rostock Agrarwissenschaften studierte und danach für den Master-Abschluss  in „Produktmanagements in Agrarwirtschaft und Gartenbau“ an die Hochschule für Technik und Wirtschaft nach Dresden wechselte, führt zu dieser Frage als Praktikantin im Agrarbetrieb Groß Grenz einen Versuch mit 90 Kälbern durch. „Wir testen, inwiefern zwei Zusatzstoffe auf pflanzlicher bzw. Hefebasis dazu beitragen, die Magen- und Darmflora zu stabilisieren“, erläutert Knobloch. Wissenschaftlich begleitet wird der Versuch von Dr. Bernd Losand, Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei MV. Es wurden drei Gruppen gebildet, jeweils eine, in der ein Wirkstoff verabreicht wird, und eine Kontrollgruppe, in der die Tiere nur Milchaustauscher erhalten. Alle Kälber werden im Versuchsverlauf dreimal gewogen. Zwischen dem 5. und 15. Lebenstag werden Kotproben genommen, die Gewichtszunahme und etwaige Behandlungen werden dokumentiert.

Für Anne-Kathrin Knobloch ist es der erste Praxisversuch für den sie „den Hut auf“ hat. Außerdem lernt sie noch bis Januar die Betriebszweige Milchvieh- und Schweinehaltung sowie Marktfruchtproduktion kennen. Der Agrarbetrieb Groß Grenz ist bereits ihr neunter Praktikumsort. „Mich zieht es in die Praxis. Ich lerne hier jeden Tag was Neues, das Betriebsklima ist sehr anregend“, sagt die Studentin. Der Agrarbetrieb bietet seit vielen Jahren Praktika für Studenten an. „Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht. Durch den Austausch und die Arbeit an Praxisthemen lernen auch wir immer wieder dazu“, sagt Geschäftsführerin Dr. Kathrin Naumann. Auf die Ergebnisse des Kälberversuches sind die beiden Frauen gleichermaßen gespannt. „Ein Patentrezept gegen den Durchfall gibt es wohl nicht“, wagt Kathrin Naumann eine Prognose. „Aber jeder Schritt, ihn zu minimieren, hilft.“

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