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  • 2014.05.02.

Stahlbauer wurde Betriebsschlosser

© Gerd Rinas

Betriebsschlosser Jan Vogler vor seiner rollenden Werkstatt.

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Für Rainer Tschirner war die Entscheidung folgerichtig: „Wir haben in den vergangenen Jahren kräftig in die stationäre Technik im Rinder- und Schweinebereich investiert. Lange Zeit haben sich Uwe Müller und die Männer aus der Abteilung Pflanzenproduktion um die Wartung und Instandhaltung der Stalltechnik gekümmert. Irgendwann erreichte der Arbeitsaufwand aber ein Maß, das sich nicht mehr nebenher bewältigen ließ. So reifte der Entschluss, einen Betriebsschlosser  einzustellen“, erinnert sich der Geschäftsführer der GGAB Agrarbetrieb Groß Grenz.

Seit dem Mai vergangenen Jahres kümmert sich Jan Vogler in den Schweine- und Rinderställen um alles, „was mechanisch ist und keine Räder hat“: Um die Läger von Umlenkrollen für Dungschieber im Milchviehstall, Schneckenförderer in der Futtermischanlage im Mastschweinestall, abgerissene Buchtenriegel, durchbissene Wasserleitungen, defekte Tore oder nicht funktionierende Nippeltränken: „Alles, was ich reparieren kann, wird repariert“, sagt Jan Vogler. Davon ausgenommen sind Reparaturen an Elektrik, Lüftung und im Melkstand. „Dafür gibt es spezielle Servicepartner.“

Vogler ist ein gefragter Mann. Zwischen den Ställen in Klein Grenz, Benitz und Kassow ist er mit einem VW Caddy als Werkstattwagen unterwegs.  „An Bord ist alles, was ich brauche, um Schäden rasch zu beheben, von der Rohrverschraubung bis zum Schweißgerät“, so Vogler, der auf der Warnowwerft in Warnemünde Stahlbauer gelernt hat. Später arbeitete er für einen Lübecker Kraftwerksanlagenbauer und eine Rostocker Metallbaufirma. „Zuletzt waren wir oft auf Montage, deshalb suchte ich einen neuen Job in der Nähe meines Wohnortes Niendorf. Das Angebot aus Groß Grenz passte.“

Zu seinen Aufgaben gehören routinemäßige Wartungsarbeiten wie der vorbeugende Wechsel von Verschleißteilen. Aggregate wie das Wasserwerk oder der Notdiesel in der Ferkelaufzuchtanlage müssen  in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. „Stehen diese Geräte nicht zur Verfügung, wenn sie gebraucht werden, kann das rasch schlimme Folgen haben“, so Vogler.

Bei den Kollegen hat sich der 43-Jährige mit seiner ruhigen Art und seiner sorgfältigen Arbeit einen guten Ruf erworben. „Wenn wir Jan brauchen, dann ist er zur Stelle“, lobt Bärbel Nimke, die seit vielen Jahren in der Ferkelaufzuchtanlage in Klein Grenz tätig ist. Die Tierwirtin hatte seinerzeit die Entscheidung, einen Betriebsschlosser einzustellen, sehr begrüßt. „Schweine sind mit einem enormen Spieltrieb ausgestattet. Sowie irgendwo etwas klappert, oder wackelt, lassen die Tiere davon nicht mehr ab. Meist gibt es dann Arbeit für Jan“, berichtet  Bärbel Nimke. Vogler sieht das gelassen. „Bisher haben wir alles wieder hingekriegt. Das wird auch so bleiben.“

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