• 2013
  • 17.04.
  • 2013.17.04.

Sicher und gut

 

Eigentlich sollte das Projekt schon Geschichte sein: Im Sommer vergangenen Jahres hat die GGAB Agrarbetrieb Groß Grenz an das Unternehmen Baukonzept, Neubrandenburg, den Auftrag für die Erneuerung von zwei Silowänden auf 38 m Länge vergeben. Bis zur Maisernte im Herbst sollte der neue Silo stehen. Doch es kam anders: „Erst war der Mais früher reif als angenommen und dann kriegten wir die Stahlbetonelemente für die Silowände nicht zum gewünschten Termin ran“, erinnert sich Landwirt Rainer Tschirner. Also musste der alte Silo, zum Teil zu DDR-Zeiten errichtet und danach immer wieder ausgebessert, noch einen Winter durchhalten. 

Am Montag trat das Projekt in seine heiße Phase. Rainer Tschirner und Dr. Katrin Naumann, Assistentin der Geschäftsführung, berieten mit Hans Esau, bauleitender Architekt bei Baukonzept, und Bauleiter Hartmut Piehl vom Bauhof Graal Müritz den Anlauf der Arbeiten auf dem Benitzer Betriebshof. „In der 16. und 17. Woche wird die Firma Schütt, Bützow, als Subunternehmen die alten Betonwände abbrechen. In der 18. Woche beginnt der Bauhof Graal Müritz mit der Montage der von beiden Seiten anschüttbaren Wandelemente mit eingespanntem Fuß. In der 19. Woche folgen der Einbau des Asphalts an den Silowandrändern und in der 20. Woche Restarbeiten“, fasst Rainer Tschirner das Ergebnis der Beratung zusammen.

Für Hans Esau und Hartmut Piehl ist der Auftrag Tagesgeschäft. Dennoch wurde in der Bauanlaufberatung sorgfältig jede einzelne Maßnahme besprochen. Die 2,50 m hohen Stahlbetonelemente und die dazugehörige Statik liefert die Firma Suding. Hans Esau rät, nicht am falschen Platz zu sparen: „Die Betoneinpassung am Fuß der neuen Wand sollte mit einem breiten Asphaltstreifen vor dem Silosickersaft geschützt werden“, so der erfahrene Bauleiter.

Wie notwendig das ist, sehen die vier später auf der Baustelle: Eine Wand des nebenstehenden Silos ist schon vor zwei Jahren erneuert worden. Obwohl die Wände jedes Jahr mit Silolack nachgestrichen werden, hat der aggressive Sickersaft am unteren Ende der neuen Wand schon Spuren hinterlassen und den Beton angegriffen. „Ganz lässt sich das nicht verhindern. Uns bleibt nur, den Silolack jedes Jahr zu erneuern“, so Rainer Tschirner.

Am nächsten Montag treffen sich Landwirte und Bauleiter wieder auf der Baustelle, um nach dem Baufortschritt den weiteren Ablauf zu beraten. Hans Esau ist bekannt für seine akribische Vorhabensplanung, berichtet Rainer Tschirner aus anderen gemeinsamen Bauvorhaben. Bis zum nächsten Treff soll ein Teil der alten Wandelemente schon abgebrochen sein. Männer aus der Pflanzenbauabteilung haben für Vorlauf gesorgt, in dem sie die alten Betonteile mit dem Kran freigelegt haben.

Rund 61 000 Euro steckt die GGAB in den neuen Silo. „Wir investieren in die Sicherheit, damit Sickersaft nicht durch schadhafte Silowände unkontrolliert in die Umwelt austritt. Gleichzeitig verbessern wir die Voraussetzungen für die Futterqualität der Maissilage im Silo“, erläutert Rainer Tschirner.

 

 

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