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  • 05.12.
  • 2013.05.12.

Schweineproduktion

Bildautor: © Gerd Rinas

Mittagspause für Simone Tiedt, Wolfgang Grunzke, Ingo Staat, Bärbel Nimke und Azubi Nico Schwarz (v. l.)

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Sie sind ein gut eingespieltes Team: Bärbel Nimke, Ingo Staate und Simone Tiedt, die Abteilungsleiterin Schweineproduktion, arbeiten seit vielen Jahren in der Sauenanlage Klein Grenz zusammen. Die Anlage wurde in den 1960er Jahren errichtet und 1996 umgebaut. Hier werden 470 Zuchtsauen (F 1), einschließlich 80 Sauen der Deutschen Landrasse, gehalten. Die Landrassesauen bilden die Kernherde dieser Rasse im Hybridschweinezuchtverbandes Nord/Ost.


„Wir produzieren im geschlossenen System“, berichtet Simone Tiedt. Die Ferkel werden in Klein Grenz etwa sieben Wochen lang bis zu einem Gewicht von 28 kg aufgezogen. Danach werden sie in den Maststall nach Benitz umgesetzt. Dort werden die Tiere von Detlef Berner und Jean Höppner betreut und durchschnittlich 108 Tage gemästet. Dabei nehmen sie im Mittel täglich 780 Gramm zu.


Bei der Planung des 2003 eingeweihten Maststalls wurde die Zahl der Mastplätze auf die  Kapazität der Sauenanlage abgestimmt. Wöchentlich werden 200 Mastschweine vermarktet. „180 an eine Erzeugerorganisation und 20 an die Landschlachterei Magdeburg in Stäbelow“, erläutert Simone Tiedt. Um diese Vermarktung sicherzustellen, wird der Mastschweinebestand wöchentlich um 200 Läufer aus der Sauenanlage in Klein Grenz ergänzt. „Voraussetzung dafür sind bei unserem Sauenbestand 25 abgesetzte Ferkel je Sau und Jahr“, erläutert Simone Tiedt. Die Saugferkelverluste werden seit Jahren unter zehn Prozent gehalten.


 „Die Anlage ist nicht mehr neu und bei den Sauen handelt es sich um eine Herde, die aus den 1960er Jahre stammt. Es hat nie einen genetischen Wechsel gegeben, es sind nie fremde Tiere in die Herde gekommen“, so Tiedt. Weil Ferkel- und Mastschweineproduktion aufeinander abgestimmt sind, wird bei steigenden Aufzuchtergebnissen der Sauenbestand verringert. Die Mitarbeiter haben noch mehr Zeit, sich um das Wohl des Einzeltieres zu kümmern. Um die Haltungsbedingungen zu optimieren und die Effektivität der Produktion zu verbessern, arbeitet der Agrarbetrieb Groß Grenz seit vielen Jahren mit Partnern aus der Wissenschaft zusammen. Erst kürzlich endete ein Ebermastversuch. Dabei wurde geprüft, welche Fütterungsstrategien für nicht kastrierte Schweine vorteilhaft sind. „Derzeit beschäftigen wir uns damit, herauszufinden, welche Art der Zufütterung von Heu, Stroh, beziehungsweise Silagepellets die günstigste ist, um unter unseren Bedingungen das Tierwohl weiter zu verbessern“, erläutert Simone Tiedt. Dazu wird ab Januar 2014 eine Studentin von der Universität Rostock im Rahmen ihrer Bachelorarbeit Versuche im Schweinebestand anstellen.

Gerd Rinas

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