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  • 2013.30.05.

Rechtzeitig vor dem Dorffest

 

Zur Lagerhalle in Benitz hat Rainer Tschirner eine besondere Beziehung. „Als ich 1979 LPG-Vorsitzender  wurde, war der Bau der Halle mein erstes großes Projekt“, erinnert sich der Landwirt. Es mangelte damals an Bergeraum. "Wir lagerten das Getreide in den umliegenden Dörfern an sieben, acht Standorten. Nie mehr als einhundert, zweihundert Tonnen, auf alten Speichern und Scheunenböden. Das Ein- und Auslagern war mühselig.“ In die neue Halle passten 2 500 Tonnen Getreide. "Das war eine große Errungenschaft“, erinnert sich Tschirner.

An dem Gebäude gingen die Jahre nicht spurlos vorüber. Vor allem das Dach, wie seinerzeit üblich mit Wellasbestplatten eingedeckt, musste immer wieder repariert werden, damit kein Regenwasser in die Halle und auf das Getreide tropfte. Im vorigen Jahr setzte der Gutachter dem Löcherstopfen ein Ende: Weitere Reparaturen machten wirtschaftlich keinen Sinn: „Die Halle braucht ein neues Dach“, legte sich der Experte fest.

Rainer Tschirner nahm Kontakt zu einem Solaranlagenbauer auf. Er wollte das Dach mit Faserzementplatten eindecken und darauf Photovoltaikelemente installieren. Doch der Plan ging nicht auf: Für die Stromerzeugung auf Faserzement reichte die Statik  der Halle nicht aus. Ein Blechdach wäre für die Photovoltaikelemente eine Alternative. Allerdings: „Unter einem Blechdach bildet sich Kondenswasser. Das ist für ein Getreidelager nicht empfehlenswert. Auch mit einer Antitropfschicht versehenes Blech ist wegen seiner Staubempfänglichkeit in Getreidelagern nicht ideal“, erläutert Tschirner. Deshalb entschied er sich für Faserzementplatten ohne Photovoltaikelemente.

Von den drei angefragten Dachdeckern erhielt Hensel Dachbau, Schwaan, eine Firma aus der Region, den Zuschlag. Auch deshalb, weil es bei einer Havarie wichtig ist, die Fachleute in der Nähe zu haben. Am 15. April begann der Abriß der Asbestplatten. Mittlerweile ist das Dach neu eingedeckt, der Auftrag bis auf Restarbeiten an einem Giebel erledigt. „Zum Dorffest am 20. Juni wird sich die Halle in neuem Gewand präsentieren“, sagt Rainer Tschirner. Die Feier, die jedes Jahr stattfindet, ist dem Landwirt wichtig. Im Vertrag mit den Dachdeckern steht deshalb der 15. Juni als allerletzter Übergabetermin.

 

 

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