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  • 2013.08.05.

Noch sieben Tage bis zum Antragsschluss

 

Der 15. Mai ist für die Landwirte ein besonderes Datum: An diesem Tag endet in jedem Jahr die Antragsfrist für EU-Direktzahlungen und Fördermittel der sogenannten zweiten Säule, im weitesten Sinne für Entwicklungsprojekte im ländlichen Raum. Für die GGAB Agrarbetrieb Groß Grenz und ihre 39 Mitarbeiter stehen mit der pünktlichen Abgabe der Antragsunterlagen etwas über 300 Euro pro Hektar auf dem Spiel.

Seit Gründung des Betriebs kümmert sich Elke Bruck um die Antragstellung. „Es sieht sehr gut aus, fast alle Unterlagen sind schon bearbeitet“, berichtet die Ökonomin für Rechnungsführung und Statistik sieben Tage vor Antragsschluss.

„Am 5. April, etwas früher als sonst,  haben wir die Antragsunterlagen in digitaler Form auf CD erhalten. Fünf Tage später erfolgte die Einweisung durch Mitarbeiter des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg. Danach machte ich mich an die Arbeit“, so die 53-Jährige.

Um Direktzahlungen zu erhalten, müssen die Landwirte umfassend Auskunft über ihren Betrieb geben. Abgefragt werden Angaben zu Unternehmensstruktur, Betriebsprofil, Tierbestand und zu den bewirtschafteten Flächen, wobei letzterer Teil am meisten Aufwand verursacht.

„Die Berechnung der Direktzahlungen erfolgt auf der Basis von sogenannten Feldblöcken. Hinter jedem Feldblock können sich mehrere Felder, Ackerland oder Grünland, verbergen“, erläutert Elke Bruck. Direktzahlungen gibt es auf die bewirtschaftete Fläche. Hecken, Sölle, Bäume und andere sogenannte Landschaftselemente, die auf diesen Flächen wachsen, müssen herausgerechnet werden, weil es für sie nur unter bestimmten Bedingungen Direktzahlungen gibt. Seit dem vergangenen Jahr gilt diese Regelung auch für das Grünland. Folgerichtig mussten auch hier alle Landschaftselemente erfasst, in das Kartenwerk eingepflegt und aus der beantragten Nettofläche abgezogen werden.  Hierbei ist große Sorgfalt geboten. Jedes Jahr vermessen Mitarbeiter des Staatlichen Amtes Feldblöcke anhand von Luftbildaufnahmen und gleichen sie mit der beantragten Fläche ab. Dabei verändert sich die Natur  ständig, auch die landwirtschaftlichen Flächen und die Landschaftselemente.

In diesem Jahr kam  Elke Bruck mit dem Ausfüllen der Unterlagen in dem digitalen Programm „Agroview 2013 MV“ schneller voran als in den Jahren zuvor: „Unsere Zuarbeit macht sich bezahlt, die Landschaftselemente sind auf dem neuesten Stand eingepflegt“, so Bruck. Nachdem sie Luftbilder von den verschiedenen Feldblöcken ausgewertet hatte, machte sie sich mit Rainer Tschirner und Uwe Müller vor Ort ein Bild von der Lage der einzelnen Schläge und der Landschaftselemente. Mit Rainer Tschirner und Dr. Kathrin Naumann ist Elke Bruck in diesen Tagen ständig in Kontakt, um offene Fragen zur Antragstellung rasch zu klären.

Jetzt sind noch Erweiterungsanträge für jene Flächen zu stellen, die im Förderprogramm naturschutzgerechte Grünlandnutzung bewirtschaftet werden. Elke Bruck muss hellwach sein: Würde sie den Antrag unbearbeitet lassen, hätte das den Verlust von 29 000 Euro Förderung zur Folge.

„Am 13, spätestens am 14. Mai übermitteln wir die Antragsdaten an das Staatliche Amt und bringen den unterschriebenen Datenbegleitschein auf den Weg zur Bewilligungsbehörde. Letzterer ist der Beweis für die fristgerechte Antragstellung“, erläutert Elke Bruck den Abschluss des Verfahrens.

 

 

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