• 2014
  • 06.08.
  • 2014.06.08.

Mit „Kornknecht“ und Lanze

© Gerd Rinas

Abteilungsleiter Uwe Müller (l.) und Lagermeister Christian Ziems stehen in ständigem Kontakt.

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Der Getreideberg in der Lagerhalle in Benitz ist in den vergangenen Wochen zusehends angewachsen. 1 150 t Wintergerste und 650 t Winterweizen warten hier auf ihre weitere Verwendung.

Für Christian Ziems ist dies im August ein gewohnter Anblick. Als Lagermeister ist er für die Qualität des Korns verantwortlich. Von jedem Transport vom Erntefeld zieht er eine Probe. Je nach Feuchte wird das ankommende Getreide gelagert. „Erntegut mit Feuchten von 15 und 16 Prozent kommt vorn an den Hallenrand, wo ich die Partien im Auge behalten kann“, erläutert Ziems. Er entscheidet auch, wann am Abend der Drusch unterbrochen wird, wenn zu viel feuchtes Getreide vom Feld angefahren wird. nach dem Abkippen in der Getreidehalle wird das feuchtere Erntegut zwei bis drei Tage mit dem Radlader bewegt, belüftet und getrocknet. Danach kommt es ins Zwischenlager.

Hier misst Christian Ziems mehrmals täglich die Temperatur des Getreides. Mit einer Kornlanze zieht er Proben aus dem bis zu 2,50 m hohen Stapel. Er begutachtet die Körner aus den verschiedenen Schichten und die Funktion der Kaltbelüftung. In den verschiedenen Lagerboxen kommen eine Unterflur- und eine Oberflurbelüftung zum Einsatz. Bei der Unterflurbelüftung gelangt Außenluft durch Belüftungskanäle im Fußboden in den Getreidestapel. Bei der Oberflurbelüftung wird Frischluft über Luftschläuche in den Getreidestapel geführt.

Mit dem „Kornknecht“ sorgt Christian Ziems für Bewegung und gleichmäßige Temperaturen im Kornstapel. Bei dem „Knecht“ handelt es sich um einen Schneckentrieb aus Metall. In den Händen von Ziems bohrt sich die Schnecke in den bis zu 2,50 m hohen Getreidestapel und fördert die unteren Schichten nach oben. Obwohl das Gerät elektrisch angetrieben wird, ist seine Handhabung durchaus anstrengend. Deshalb wird Christian Ziems in der Erntezeit von anderen Mitarbeitern unterstützt. „Das Gerät hat sich sehr gut bewährt“, lobt Ziems. Um die Temperatur im Getreidestapel auf unter 30 ° C zu bringen, kontrolliert er das Korn zunächst täglich. Später, wenn sich die Lagertemperatur auf unter 25 ° C eingepegelt hat, wird einmal wöchentlich kontrolliert. Ziems weiß, dass von seiner Arbeit abhängt, ob die Ernte unter Dach und Fach ihren Wert behält. Entsprechend sorgfältig pflegt er den Ertrag aus der Arbeit der vergangenen Monate.  

Gerd Rinas

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