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  • 2013.04.09.

MeLa: Wer hat dieses Mal den Rüssel vorn?

Schweineausstellung auf der Agrarschau MeLa in Mühlengeez bei Güstrow. Foto: Gerd Rinas

Mit Zuchttieren am Leistungswettbewerb auf MeLa

Wenn Simone Tiedt, Abteilungsleiterin Schweineproduktion im Agrarbetrieb Groß Grenz, und ihre Mitarbeiter in diesen Tagen ihrer Arbeit in den Schweineställen Benitz und Groß Grenz nachgehen, beobachten sie die Tiere in den Buchten noch einen Tick aufmerksamer als sonst. „Wir werden uns wieder mit ausgewählten Zuchttieren am Leistungswettbewerb des Hybridschweinezuchtverband Nord/Ost eV (HSZV) auf der MeLa beteiligen. Geschäftsführer Rainer Tschirner ist Gründungsmitglied des HSZV. Wir sind seit der ersten MeLa Aussteller“, sagt Simone Tiedt nicht ohne Stolz.

 

Wahl der richtigen Tiere für Schau

Vor der großen Schau im Schweinezelt, zu der es jedes Jahr ein Wiedersehen mit Berufskollegen aus Schweinezuchtbetrieben Mecklenburg-Vorpommerns und anderen Bundesländern gibt, müssen die Tiere für die Ausstellung ausgesucht und vorbereitet werden. „Anliegen ist es ja, den Zuchtfortschritt zu zeigen“, sagt Tiedt.
Auf der Leistungsschau am 12. September in Mühlengeez werden eine Jungsauenkollektion mit drei Tieren der Deutschen Landrasse, eine Mastschweinekollektion mit je zwei weiblichen und zwei männlichen Tieren sowie eine Kollektion Mastläufer mit drei weiblichen und drei männlichen Tieren, ebenfalls in der Rassekombination Deutsches Edelschwein x Deutsche Landrasse x Pietrain vorgestellt. Bei der Auswahl haben Simone Tiedt und ihre Mitarbeiter gewohnt strenge züchterische Masstäbe angelegt. „Schließlich wollen wir uns mit unserer Ausstellung nicht blamieren“, so die Abteilungsleiterin.

 

Jungsauen weisen typische Landrassemerkmale auf

Während der MeLa-Tage in Mühlengeez betreut Jean Höppner die Tiere. Die drei Jungsauen kommen auf eine Mutterleistung von14,4 lebend geborene Ferkel je Wurf. „Bei den Tieren handelt es sich um Vollschwestern, was man nicht alle Tage hinbekommt“, sagt Tiedt. Die Jungsauen weisen typische Landrassemerkmale wie stabile Fundamente auf, haben ein Zitzenbild mit mindestens sieben Strichen und vererben einen Magerfleischanteil von 58 %.
Die Mastschweine erreichen für Groß Grenzer Bedingungen sehr gute 920 g Masttagszunahmen. Mit ihren langen Kotelettsträngen, dem ausgeprägten Schinkenansatz und der bei Züchtern besonders geschätzten „Cognacrinne“ auf dem Rücken zeigen die im Aussehen sehr harmonischen Tiere rassetypische Merkmale.
Die Mastläufer, die in Mühlengeez zu sehen sind, wiegen 30 kg und sind 70 Tage alt. Simone Tiedt hofft, dass die Schweine aus Groß Grenz in den Leistungswettbewerben wieder eine gute Rolle spielen werden. Eine Jungsau aus dem Betrieb wurde 2002 schon einmal als „Miss MeLa“, als typvollste Sau der gesamten Ausstellung ausgezeichnet. Wer dieses Mal den Rüssel vorn haben wird, gibt die Körkommission am 12. September um 16 Uhr im Schweinezelt bekannt.

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