• 2013
  • 14.08.
  • 2013.14.08.

Max und Nico wollen es packen

Seit vierzehn Tagen sind Max Böggemann und Nico Schwarz Auszubildende im Agrarbetrieb Groß Grenz. „Ich hab schon Kälber gefüttert, ausgemistet und mit dem kleinen Stalltraktor Futter gefahren“, berichtet Nico. „Ich arbeite in der Getreidehalle, harke Korn, um es zu lüften. Vorher hab‘ ich Gülle umgepumpt. Ich bin gespannt, was als nächstes kommt“, sagt Max.

Die beiden sind 16 Jahre alt.Max hat gerade die Hauptschule in Graal Müritz und Nico die Regionale Schule in Bernitt, ebenfalls im Landkreis Rostock, abgeschlossen. Beide wollen Landwirt werden.

Die Entscheidung ist ihnen leicht gefallen. „Mein Opa war Landwirt. Er hat mich für den Beruf begeistert“, erinnert sich Nico. Bei Max gab der Vater den Anstoß. Er ist Nebenerwerbslandwirt, bewirtschaftet Acker und 20 Mutterkühe. „Ich hab schon immer geholfen. Das macht mir Spass“, versichert Max, der mit seiner Familie in Vilz bei Tessin lebt.

Max hat mehrere Praktika absolviert. Den Tipp, sich den Agrarbetrieb Groß Grenz anzuschauen, hat er von einem Bekannten bekommen, der vor ein paar Jahren selbst hier gelernt hat. Max gefällt es in Groß Grenz. „Die Arbeit ist hier gut organisiert. Dadurch geht es irgendwie ruhiger zu als in anderen Betrieben, wo ich war“, hat Nico beobachtet. Dabei sei der Betrieb mit über 1 400 ha LN, 1 000 Rindern und 6 400 Schweinen ja nicht gerade klein.

Die verschiedenen Betriebszweige sind auch für Max ein Argument, seine Ausbildung hier zu machen. Ein weiteres: Der Ausbildungsbetrieb stellt ihnen eine Wohnung mit separaten Schlafräumen, einem Gemeinschaftsraum mit Küchenteil und  Bad im Verwaltungsgebäude in Benitz zur Verfügung. Dafür zahlen sie 75 Euro Monatsmiete. „Das Quartier erspart mir das Pendeln. Bis nach Vilz sind es 35 Kilometer“, sagt Max.

Mit ihrer Ausbildungsvergütung sind die beiden nicht unzufrieden. „475 Euro im ersten, 515 im zweiten und 585 Euro im dritten Ausbildungsjahr sind in Ordnung“, findet Nico. Der Ausbildungsbetrieb stockt die Beträge mit 50 Euro auf. „Vorausgesetzt, die beiden bringen die Leistung, die nach ihrem Ausbildungsstand zu erwarten ist“, sagt Geschäftsführer Rainer Tschirner. Als Ausbilder sind Dr. Kathrin Naumann und Simone Tiedt erste Ansprechpartner.

Für Nico beginnt am 2. September die Ausbildung an der Berufsschule in Jördenstorf. 14 Tage Schule, dann wieder fünf Wochen im Betrieb. Max startet zwei Wochen später an der Schule. Er hofft, dass die Atmosphäre zwischen den Berufsschülern und Lehrkräften ebenso gut so ist wie in Benitz: „Die Kollegen hier sind sehr nett, sie unterhalten sich mit uns, obwohl wir noch ganz neu sind“, freut sich der junge Mann.

 

 

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