• 2013
  • 05.06.
  • 2013.05.06.

Im Sommer auf der Weide

 

Geschafft! 250 Jungrinder sind auf der Weide! Jörg Nimke ist zufrieden. Für den Abteilungsleiter  Rind der GGAB Agrarbetrieb Groß Grenz und seine Mitarbeiter ist der Weideaustrieb jedes Jahr ein hartes Stück Arbeit. 100 ha Grünland stehen für die Weidehaltung zur Verfügung. An zehn Standorten werden Tiere aufgetrieben.  „Im Mai bringen wir die ersten auf die Flächen, die wir intensiv bewirtschaften. Ab 1. Juni folgt der Auftrieb auf den extensiv genutzten Weideflächen.    „Dort endet die Beweidung spätestens am 30. November. So sieht es der Vertrag vor, den wir mit dem Land im Rahmen des Programms „Naturschutzgerechte Grünlandnutzung“ abgeschlossen haben“, erläutert Nimke.

Auf die Weide kommen Jungrinder ab  dem 9. Monat bis zu zwei Monaten vor der Kalbung. Zwar sind die Zunahmen im Freien geringer als bei intensiver Haltung im Stall. „Auf der Weide gibt es nur Wasser und Gras. Wasser fahren wir an, entweder aus Beke,  Warnow oder sauberen Zuflussgräben. An mehreren Standorten stehen Selbsttränken“, so Nimke.    Für den erfahrenen Landwirt liegen die Vorteile der  Weidehaltung  im Sommer auf der Hand. „Frische Luft und Sonnenschein wirken sich positiv auf Wachstum und Gesundheit der Tiere aus. Die Futterkosten sind geringer als im Stall und außerdem ist ein Großteil unseres Grünlandes Niedermoor. Diese Flächen können nur durch Beweiden genutzt werden.“ Bestätigt sieht er sich von den guten Ergebnissen in der Jungrinderaufzucht. „Das Erstabkalbealter liegt bei 25,2 Monaten. Damit können wir uns sehen lassen.“ Auch die Einsatzleistung ist  vergleichsweise hoch. Rinder aus Benitz sind bei Milchviehhaltern begehrt. „Wer einmal eine Jungkuh sechs Wochen nach der Kalbung bei uns kaufte, kommt immer wieder“, berichtet  Jörg Nimke nicht ohne Stolz. Bei der Vermarktung sind der Rinderzuchtverband Mecklenburg-Vorpommern und seine Tochtergesellschaft RMV seit Jahr und Tag ein verläßlicher Partner.

Allerdings ist der Start in die Weidesaison mit einigem Aufwand verbunden. So wird anhand der Ohrmarken genau erfasst, welches Rind an welchem Standort weidet. Vorbeugend werden Medikamente gegen Parasiten wie Lungenwürmer verabreicht. Alle  Weiden werden täglich kontrolliert. „In dem Regensommer vor zwei Jahren brachen 60 Tiere von einer Koppel aus, auf der das Wasser immer höher stieg.  Erst nach sechs Kilometern quer durch die Bekeniederung kam die Herde zum Stehen.“ Das könne immer wieder passieren, deshalb seien tägliche Kontrollen wichtig. „Sonst könnte ich nicht ruhig schlafen“, sagt Jörg Nimke.

 

 

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