• 2013
  • 25.09.
  • 2013.25.09.

Häckselkette ohne schwachen Punkt

Christian Schlingelhof fährt den neuen Maishäcksler

Christian SChlingelhof

Im Agrarbetrieb Groß Grenz hat der 30-jährige Christian Schlingelhof den neuen Häcksler mit Bravour durch die Maisernte gesteuert.

Bildergalerie: Häckselkette ohne schwachen Punkt


Auf einem Häcksler Mais zu ernten, ist für Christian Schlingelhof schon lange nichts Besonderes mehr. Seitdem er 2001 im Agrarbetrieb Groß Grenz bei Rostock seine Ausbildung als Landwirt beendet hatte und nach dem Wehrdienst in den Betrieb zurückgekehrt war, saß er regelmäßig auf der Maschine, wenn der Mais die Siloreife erreichte. In diesem Jahr, in seiner elften Saison als Stammfahrer, erntet Schlingelhof  den Mais auf 141 Hektar. Das Besondere daran: Er ist auf einem neuen Häcksler, auf einem Claas Jaguar 850 unterwegs.

„Die Maschine hält, was wir uns von ihr versprochen haben“, berichtet der 30-Jährige bei brummendem Motor auf dem Schlag Litters  am Dorfrand von Benitz. Seit dem Nachmittag des Vortages lenkt Schlingelhof den Jaguar über den 20-Hektar-Schlag. Gleichmäßig wie ein Uhrwerk „frißt“ sich der Häcksler mit seinem 4,50 m breitem Maisgebiß durch den Bestand, immer die Pflanzen aus sechs Reihen auf einmal in sein Inneres ziehend. Die gut zwei Meter langen Pflanze landen Sekunden später als sieben Millimeter langes Häckselgut auf dem nebenher fahrenden Transportanhänger. Auf einem Monitor in der Fahrerkabine des Häckslers kann Christian Schlingelhof den Beladevorgang genau beobachten. „Das ist eine große Erleichterung“, sagt der Fahrer.

Maiscracker statt Maisreibe

Statt mit einer Maisreibe ist der Jaguar mit einem Maiscracker ausgerüstet. „Er stellt sicher, dass die Maiskörner angeschlagen werden. Dadurch können sie von die Rindern besser aufgenommen und verwertet werden“, erläutert Schlingelhof, für den die Maisernte „wie ein Länderspiel“ läuft: „Abgesehen von ein paar kleinen Regenpausen konnten wir seit dem 19. September jeden Tag Mais ernten“, so Schlingelhof. Dabei geben die Kollegen, die das Erntegut im Silo einlagern und konservieren den Takt der Häckselkette an. Je nach der Entfernung vom Erntefeld zum Silo sind drei oder auch sechs Abfahrer im Einsatz.

Ernteende in Sicht

Dass man immer auf Überraschungen gefasst sein muss, erleben Christian Schlingelhof und Bernd Brückmann nur Minuten später: Als der Abfahrer mit Häckselgut den Acker in Richtung Silo verlassen will, drehen an einer Kuppe plötzlich die Räder des Traktors durch. Nach wenigen Sekunden sind die Räder des vollbeladenen Anhängers 30 cm im feuchten Boden versackt. Zehn Minuten dauert es, bis das Gespann, von einem anderen Traktor freigeschleppt, seine Fahrt fortsetzen kann. „Das passiert schon mal, wenn der Acker feucht ist“, sagt Christian Schlingelhof, der seinen Häcksler kurz angehalten hat, um auf den nächsten Abfahrer zu warten. „Wenn alles gut geht, haben wir den Mais am Wochenende im Silo“, sagt Schlingelhof. Dann ist im Agrarbetrieb Groß Grenz die letzte Ernte des Jahres eingebracht. 

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