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  • 21.08.
  • 2013.21.08.

Gut in der Zeit

Während die Ernte der Mähdruschfrüchte im Agrarbetrieb Groß Grenz dem Ende zugeht, sind die Arbeiten zur Wiederbestellung der Ernteflächen in vollem Gange. „Strohräumen und -einlagern, Gülle und Gärreste ausbringen, Kalk streuen, Stoppelsturz, Grubbern beziehungsweise Pflügen und die Aussaat greifen ineinander, laufen zum Teil parallel“, berichtet Uwe Müller, Abteilungsleiter Pflanzenbau. Mit Ausnahme von 33 ha Sommertriticale sind Getreide und Raps von 947 ha Druschfläche geborgen, 3 000 Ballen Stroh eingelagert.

Bei Anbauplanung und Fruchtfolgegestaltung spielen nicht nur hohe Erträge und Erlöse eine Rolle, sondern auch die zügige Wiederbestellung. So wird Raps auf 228 ha nach Wintergerste, Erbsen und Ackergras pfluglos bestellt. Lediglich auf 68 ha, nach den Vorfrüchten Winterweizen und Sommertriticale, wird gepflügt. „Mit der Praxis, Raps vor allem nach frühräumenden Feldfrüchten zu bestellen, verringern wir die Arbeitsspitze im August“, erläutert Uwe Müller.

Auf dem Schlag Behrenswinkel zwischen Benitz und Schwaan ziehen Dirk Schmidt und Volker Nimke seit dem frühen Morgen mit schweren Schleppern ihre Bahnen. Die Landwirte bereiten 34 ha Acker, auf denen vor wenigen Wochen Wintergerste nach Mais einen guten Ertrag gebracht hatte, für die Rapsaussaat vor.

So sehr die Trockenheit die Ernte in den vergangenen Wochen begünstigt hat, für die Rapsaussaat wünschen sich die Landwirte jetzt Regen. Dirk Schmidt hat einen Tiefengrubber angespannt. Damit lockert er den Boden vor der Aussaat in einer Tiefe bis zu 25 cm auf. In Sichtweite von Schmidt folgt Volker Nimke mit einer Drillkombination, die auf sechs Metern Arbeitsbreite das Rapssaatgut ausbringt. Ein Kreiselgrubber als Teil der Gerätekombination sorgt für ein feines Saatbett. „Die aktiven Werkzeuge des Kreiselgrubbers haben sich bei der pfluglosen Bestellung auf unseren stark verschießenden Böden bewährt“, betont der Landwirt.

Der Traktor von Volker Nimke ist ausgerüstet mit einem GPS-gestützten automatischen Lenksystem. Nach Angaben von Nimke arbeitet es sehr zuverlässig, die Abweichungen betragen maximal zwei Zentimeter. Für den nachfolgenden Düngerstreuer und die „Spritze“ kennzeichnen Teller an der Drille die Fahrspuren.  Mittlerweile ist die Rapsaussaat im Agrarbetrieb Groß Grenz kurz vor dem Abschluss. „Wir liegen gut in der Zeit“, so Volker Nimke.       

 

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