• 2014
  • 12.02.
  • 2014.12.02.

Gehölze werden gepflegt

© Gerd Rinas

Die einzelstehende Weide auf der Grünlandfläche bekommt einen neuen Schnitt.

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Die alte Weide, die da mitten auf der Grünlandfläche „Hinter der Bahn“ bei Benitz steht, braucht Pflege. Darin sind sich Dr. Kathrin Naumann, Assistentin der Geschäftsführung, und Uwe Müller, Abteilungsleiter Pflanzenbau in der GGAB Groß Grenz, einig. „Wenn wir nichts unternehmen, bricht der Baum aus“, sagt Uwe Müller. Doch an welchen Stellen soll die Weide gekröpft, welche Äste sollen gekürzt werden?

Die beiden Landwirte haben sich an diesem Tag externen Sachverstand dazugeholt und sich mit Ilka Behrens, Mitarbeiterin der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Rostock, verabredet. „Die einzeln stehende Weide ist nur ein Objekt, das wir uns anschauen. Auch die Gehölze am Schlag „Krause“ an der Straße von Benitz nach Huckstorf, ausgewachsene Weiden am Rand eines Solls am Schwaaner Landweg und Hecken an weiteren Schlagrändern brauchen Pflege“, erläutert Uwe Müller.

Bei der Entscheidung, welche Gehölze wie gepflegt werden, beziehen die Groß Grenzer Landwirte grundsätzlich Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde ein. „Die Zusammenarbeit hat sich bewährt. Bisher war Herr Vöckler unser Ansprechpartner. Der ist zur Zeit im Urlaub, deshalb freuen wir uns, dass Frau Behrens heute Zeit gefunden hat“, sagt Kathrin Naumann.

Bei der alleinstehenden Weide angekommen, fragt Ilka Behrens als erstes nach Baumhöhlen, die im Sinne des Artenschutzes erhalten werden sollten. Danach sprechen die drei genau ab, wie die Weide gekröpft werden soll. Die notwendigen Arbeiten  werden Mitarbeiter aus der Pflanzenbauabteilung in den nächsten Tagen ausführen. Das nötige Wissen dafür haben sie sich bei einem Baumpflegekurs geholt.

Für die Pflege der Hecke an der Straße nach Huckstorf werden die Landwirte wieder einen Lohnunternehmer aus der Region verpflichten, der über die notwendige Spezialtechnik verfügt. Ilka Behrens weist darauf hin, dass die Heckengehölze - Weißdorn, Schlehe, Holunder, Hundsrose und andere - bis 50 Zentimeter von der Ackerkante zurückgeschnitten werden dürfen und die Schnittfläche der Äste so gering wie möglich sein sollte.

Bei dem Soll am Schwaaner Landweg angelangt, stimmt Ilka Behrens zu, die bereits ausgebrochenen Äste einer Weide auszuschneiden. Weitere mögliche Maßnahmen sollen erst nach einem Blick in das Biotopregister festgelegt werden. Die Flurfahrt von Kathrin Naumann, Ilka Behrens und Uwe Müller hat an diesem Nachmittag noch weitere Stationen. Am Ende haben die Landwirte Klarheit, wo sie in den nächsten Wochen in welchem Umfang Bäume und Gehölze pflegen werden.

Gerd Rinas

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