• 2014
  • 07.05.
  • 2014.07.05.

Frauentag im Mai

© Kathrin Naumann

Gleich zu Beginn der Führung durch die Östliche Altstadt sorgt der Nachtwächter mit seinen Geschichten für gute Stimmung.

Zur Bildergalerie: Frauentag im Mai

Auf diesen Tag haben sich Bärbel Nimke, Simone Tiedt und ihre Kolleginnen lange gefreut: Am Dienstagnachmittag stiegen die Mitarbeiterinnen des Agrarbetriebs Groß Grenz auf dem Betriebshof in Benitz in zwei Autos – und ab gings nach Rostock. Hier sollte nachgeholt werden, was eigentlich als Frauentagsausflug für den 8. März vorgesehen war, wegen der kalten Witterung aber auf den 6. Mai verschoben wurde: Eine geführte „Nachtwächterwanderung“ durch die Östliche Altstadt.

„Mit den Ausflügen zum Frauentag haben wir nach der Wende begonnen“, erinnert sich Bärbel Nimke. Geschäftsführer Rainer Tschirner fragte damals, womit er uns Frauen eine Freude machen könnte. Seitdem sind wir jedes Jahr unterwegs“, sagt die Tierpflegerin, die in der Aufzuchtanlage in Klein Grenz Sauen und Ferkel betreut. Gern erinnert sich Bärbel Nimke  an die Besuche in der „Zauberflöte“ zu den Schweriner Schloßfestspielen, bei den irischen Tänzern von „Lord of the Dance“ in der Rostocker Stadthalle, an die Fahrt in die Schwaaner Kunstmühle und zum Rostocker Kabarett „Ursprung“. Auch die Nachtwächterwanderung entlang der alten Stadtmauer, durch Gassen wie die „Sackpfeifenstraße“ und die „Große Goldstraße“, vorbei an historischen Gebäuden, begleitet von lustigen Anekdoten des Nachtwächters bereitete den Frauen Vergnügen.

In einem schwarzen Gewand, mit breitkrempigen Hut, Hellebarde und Laterne, berichtet der Nachtwächter seinen Gästen über Ordnung und Sicherheit zu früheren Zeiten, das Nachtwächterleben und das ehemals gespannte Verhältnis zwischen Nachtwächtern und Studenten. Die Besucher erfahren vom großen Stadtbrand von 1677,  von unehrlichen Leuten, „Böhnhasen“ und „Knochenhauern“.  „Rostock ist die nächstgelegene größere Stadt. Der Alltag lässt kaum Zeit, sich genauer umzuschauen. Nun wissen wir wieder etwas mehr über die Geschichte der Stadt. Schön zu sehen, was sich in der Östlichen Altstadt, dem ältesten Stadtteil Rostocks, in den vergangenen Jahren getan hat“, zeigte sich Dr. Kathrin Naumann nach der Wanderung zufrieden.

Wie in den Jahren zuvor klang der Ausflug mit einem Abendessen in einem angesagten Restaurant aus. In entspannter Atmosphäre kreisten die Gespräche um Familie, Bekannte und gemeinsame Erlebnisse. „Wir Frauen arbeiten ja in verschiedenen Bereichen, sehen uns nicht allzu oft. Da ist das eine gute Gelegenheit, sich mal etwas ausführlicher auszutauschen“, sagt Bärbel Nimke. Geschäftsführer Rainer Tschirner kümmert sich als einziger Mann in der Runde, als Gastgeber, Gesprächspartner und Fahrer, um das Wohlergehen der Frauen. Kurz vor Mitternacht hat er alle Mitarbeiterinnen wohlbehalten nach Hause chauffiert. „Die Nachtwächterwanderung war ein guter Tipp. Es war ein schöner Abend“, sind sich die Frauen beim Abschied einig.

Gerd Rinas

comments powered by Disqus

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr