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  • 2013.11.09.

Erstmals 12 000 kg Milch pro Kuh und Jahr!

Bildgalerie: Erstmals 12 000 kg Milch pro Kuh und Jahr!


Ergebnisse der Milchleistungsprüfung für den Monat September

Als dieser Tage die Ergebnisse der Milchleistungsprüfung für den Monat September bekannt gegeben wurden, war die Freude bei den Landwirten im Agrarbetrieb Groß Grenz groß. Geschäftsführer Rainer Tschirner entschloß sich spontan, die Mitarbeiter aus der Abteilung Rinderproduktion zu einem Mittagessen mit Sekt einzuladen.

 

Erstmals durchschnittlich mehr als 12 000 kg Milch

Der Anlaß: Im Milchwirtschaftsjahr 2012/2013 gab erstmals jede der 400 zu melkenden Kühe durchschnittlich mehr als 12 000 kg Milch! „Laut LKV-Auswertung kam unser Bestand auf 12 005 kg Milch pro Kuh bei 4,06 % Fett und 3,25 % Eiweiß“, berichtet Dr. Kathrin Naumann. „Das ist ein schöner Erfolg, vor allem für die Mitarbeiter der Abteilung Rinderproduktion und ihren Leiter Jörg Nimke“, freut sich die Assistentin der Geschäftsführung. Gegenüber dem Milchwirtschaftsjahr 20011/2012 stieg die Leistung um 175 kg Milch pro Kuh an. Nach Angaben im jüngsten RMV-Magazin „Rind aktuell“ kommt der Agrarbetrieb Groß Grenz damit in der landesweiten Wertung der ganzjährig geprüften Betriebe auf Platz drei.

 

Wohlfühlatmosphäre durch besseres Stallklima, größere Liegeflächen

Das Ergebnis ist um so beachtlicher, wenn man die Entwicklung der Milchleistung betrachtet. „1993/94 standen wir noch bei 5 350 kg Milch pro Kuh. Über bei 8 840 kg im Jahr 1999/2000 landeten wir im vorigen Jahr bei 11 830 kg“, so Kathrin Naumann. Um eine solche Leistungsentwicklung hinzukriegen, muss man vieles im Blick haben. Kathrin Naumann und Jörg Nimke sehen die Investitionen in den Kuhkomfort als eine ganz wichtige Ursache. „Ein besseres Stallklima, größere Liegeflächen, kurz gesagt, Wohlfühlatmosphäre, spielt eine große Rolle. Dazu kommen die Sicherung der Grundfutterqualität und der hohe Gesundheitsstatus der Herde“, erläutert Kathrin Naumann. Ohne die sorgfältige Arbeit der zwölf Mitarbeiter und zwei Auszubildenden im Rinderbereich wäre all dies undenkbar.

 

Jungtiere zu Höchstpreisen vermarktet

Für den Leistungsanspruch des Teams im Rinderbereich spricht nicht nur die hohe Milchleistung. Erst in diesem Sommer ist der Betrieb von der DLG für fünf Jahre Milchanlieferung ohne Unterbrechung in Klasse S mit dem Weißen Band der Milchelite ausgezeichnet worden. Dank der guten Jungtieraufzucht konnten im vergangenen Wirtschaftsjahr 44 Jungkühe vermarktet werden, zum Teil zu Höchstpreisen auf Auktionen. Neun Kühe gaben in Groß Grenz schon 100 000 kg Milch und mehr. Die durchschnittliche Nutzungsdauer der Kühe stieg auf 38 Monate und damit über den Landesdurchschnitt. „Unser Ziel ist nicht Leistung um jeden Preis. Wir wollen eine gesunde und langlebige Herde“, unterstreicht Kathrin Naumann.

 

Optimierung der Fütterung im Trockensteherstall

Dabei bleibt die Zeit nicht stehen. „Es gibt keinen Stillstand“, weiß die zukünftige Geschäftsführerin. Mit dem neuen Jungviehstall in Kassow habe man die Voraussetzungen weiter verbessert. Als nächstes soll die Fütterung im Trockensteherstall optimiert werden. „Bei einem Maissilageversuch probieren wir gerade verschiedene Siliermittel aus, um den Siliererfolg und letzendlich den Geschmack zu verbessern. Auch regelmäßige Fortbildungen der Kollegen, wie zum Beispiel die Melkerschulung bleiben ein wichtiges Anliegen“, zählt Kathrin Naumann einige der kleinen Schrauben auf, an denen man weiter drehen will, um die große Herausforderung anzugehen - auf hohem Niveau beste Milch zu produzieren!

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