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  • 30.05.
  • 2018.30.05.

Erste Ernte des Jahres in vollem Gange

© Gerd Rinas

Start in Kassow: Vorige Woche wurden die Silos mit Winterfutter für die Jungrinder gefüllt.

Auf den Grünlandflächen um den Jungrinderstall in Kassow herum dröhnten am Mittwoch voriger Woche die Motoren der Erntemaschinen. „Die Meteorologen hatten für heute trockenes Wetter und Sonnenschein vorhergesagt. Die Chance wollten wir nutzen“, sagt Uwe Müller, Abteilungsleiter Pflanzenproduktion im Agrarbetrieb Groß Grenz.

Hohe Qualität im Blick

Am Vormittag hatte das Lohnunternehmen Christian Eichmann aus Stäbelow 20 ha Fläche gemäht. „Ab 10 Uhr haben wir angefangen zu schwaden. Gegen Mittag zeigte das Thermometer schon über 25 Grad. Damit das Erntegut nicht zu trocken wird, haben wir auf das Wenden verzichtet und das Gras nach kurzer Zeit ins Silo gefahren“, berichtet Müller. „Mit der Silage füttern wir später unsere Jungrinder. Wie für die Milchkühe wollen wir auch für unsere Jungrinder eine hohe Futterqualität sichern“, betont Geschäftsführerin Dr. Kathrin Naumann.

Die Landwirte hätten an diesem Tag auch 35 oder 40 ha Grünland beernten können. Allerdings hätte das Gras dann nach der Mahd relativ lange im Schwad gelegen. „Bei den hohen Temperaturen hätte die Qualität gelitten. Außerdem lässt sich schnell getrocknetes Gras im Silo nicht so gut festfahren“, erläutert Naumann.

Insgesamt macht die erste Ernte des Jahres im Agrarbetrieb Groß Grenz gute Fortschritte. Schon am 13. Mai hatte man begonnen, Luzerne und Ackerfutter von 63 ha und den Aufwuchs von 20 ha intensiv bewirtschaftetem Grünland um den Betriebssitz in Benitz herum zu ernten. Nach zwei Tagen Mahd und zwei Tagen Häckseln war der Aufwuchs im Silo. Dennoch ist fraglich, ob und wann die gesamte Grünlandfläche von 110 ha beerntet werden kann.

Vernässte Flächen

Vernässtes Grünland. © Gerd RinasWegen zahlreicher Niederschläge in den vergangenen Monaten standen über 40 ha bis vor kurzem unter Wasser. Die Flächen sind zur Zeit nicht befahrbar, Binsen und Ampfer haben sich ausgebreitet. „Auf den Niedermoorflächen in der Warnowniederung  müssen wir immer mit Vernässungen rechnen. Um ausreichend Futter für unsere Milchrinder abzusichern, bauen wir auf knapp 70 Hektar zusätzlich Ackerfutter an. Allerdings würden wir den Anbauumfang gern zugunsten von Marktfrüchten verringern“, so Kathrin Naumann.

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