• 2013
  • 15.05.
  • 2013.15.05.

Erste Ernte des Jahres hat begonnen

40 ha Ackergras kamen unters Messser - die erste Ernte in Groß-Grenz war erfolgreich.

Bildgalerie: Erste Ernte des Jahres hat begonnen


Am Montag hat in der GGAB Agrarbetrieb Groß Grenz die erste Ernte des Jahres begonnen: Von 40 Hektar wurde Ackergras gemäht, gehäckselt und ins Silo gefahren.


Erntestart mit Hinternissen

„Es war ein Auftakt mit Hindernissen“, berichtet Rainer Tschirner. Montagabend, nach der Mahd des Feldgrases, setzte Regen ein. „Am Dienstag und heute vormittag, nachdem das Mähgut abgetrocknet war, haben wir das Futter gewendet“, erläutert Tschirner. Der Regen hatte die Landwirte ins Grübeln gebracht: „Wir arbeiten normalerweise mit einem biologischen Siliermittel auf der Basis von Milchsäurebakterien, um das Konservieren des Futters im Silo zu fördern. Bei einem Trockensubstanzgehalt des Erntegutes unter 25 % lässt aber die Wirksamkeit des biologischen Mittels stark nach. Die Qualität des Grundfutters wäre gefährdet“, so Tschirner.


Biologische Siliermittel besser als chemische

Bei anhaltendem Regen ist ein geringer Trockensubstanzgehalt nicht zu verhindern. In diesem Fall hilft nur ein chemisches Siliermittel. „Das ist aber eine Notlösung. Biologische Siliermittel erzielen eine bessere Wirkung“, so Tschirner. Sicherheitshalber hatte er das chemische Mittel beschafft. Im Nachhinein ist er froh, dass es nicht zum Einsatz kam.

Immer wieder hatten Mitarbeiter vor dem Häckseln mittels „Handprobe“ und mit einem speziellen Gerät den Trockensubstanzgehalt bestimmt – und festgestellt, dass dem Einsatz des Bio-Siliermittels nichts im Wege steht.


Feldgras auf Grünland

Der Anbau des Ackergrases hat sich wieder einmal als richtig erwiesen, obwohl der Betrieb über 270 Hektar Grünland und damit normalerweise über ausreichend Futterfläche verfügt. „Unser Dauergrünland liegt vor allem in den Niederungen von Warnow und Beeke. Dort ernten wir oft kein Qualitätsfutter, weil die Flächen bis weit ins Frühjahr überschwemmt sind. Deshalb haben wir vor zehn Jahren entschieden, Feldgras anzubauen. Auch in diesem Frühjahr sind die Niedermoorflächen in den Flussniederungen noch nicht schnittreif“, erläutert Tschirner.


Neuer Häcksler im Einsatz

Der Futterernte besonders entgegen gefiebert hat Christian Schlingelhoef. Im vorigen Jahr war er mit einem Häcksler Marke Ford New Holland unterwegs. Als festgelegt wurde, die Maschine mit Baujahr 1997 durch eine neue zu ersetzen, nahm Rainer Tschirner Christian Schlingelhoef zur Seite: „Du sollst auf der Maschine arbeiten. Schau Dir die verschiedenen Fabrikate an und mach‘ mir einen Vorschlag.“


1.000 l-Tank und 412 PS

Schlingelhoef, der seit seiner Ausbildung zum Landwirt 1998 das GGAB-Team verstärkt, hat Häcksler von drei Herstellern getestet. Die Wahl fiel letztlich auf einen allradgetriebenen Class Jaguar 850 mit 412 PS Motorleistung, 3 m breiter Pick up, Maiscracker, aufklappbarer Schwadaufnahme, 1.000 l-Tank und Metalldetektor. Listenpreis: 359.000 Euro. „Auch wenn wir die Maschine etwas günstiger kauften, habe ich in den letzten Tag nicht besonders gut geschlafen. Der Gedanke, nun mit so einem Gerät zu arbeiten, hat mich beschäftigt“, gesteht Schlingelhoef.


Erntegut im Silo

Das erste Erntegut kam heute ohne Verzug ins Silo. Morgen soll der erste Schnitt auf 20 Hektar mineralischem Dauergrünland folgen, danach je nach Reifefortschritt das Futter von 80 Hektar Niedermoor. Dazwischen wollen Rainer Tschirner und seine Mitarbeiter einen besonderen Termin wahrnehmen: Am Samstag wird der Abschnitt Benitz - Huckstorf des Radfernwegs Berlin - Kopenhagen eingeweiht. Die GGAB Groß Grenz hat dafür Flächen an die Gemeinde verkauft, Ausgleichsflächen bereit gestellt und für das Grillfest ein Schwein gesponsert.

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