• 2014
  • 09.07.
  • 2014.09.07.

Erntestart mit Verzögerung

© Gerd Rinas

Niederschläge sorgten zum Auftakt der Wintergerstenernte mehrfach für Verzögerungen, wie an diesem Tag, als Fahrer Christian Schlingelhof nach einem Probedrusch die Mahd wegen zu hoher Feuchte des Erntetgutes abbrechen musste.

 „Als wir am Sonntag in der Gerste starten wollten, stellten wir fest, dass an unserem New Holland-Mähdrescher die Zapfwelle fehlte!“, berichtet Uwe Müller, Abteilungsleiter Pflanzenproduktion. Am Mittwoch zuvor, als die Fahrer die Drescher auf den Einsatz vorbereitet hatten, war noch alles an seinem Platz. Später zeigte sich, dass auch die Zapfwellen von zwei Schwadern und zwei Feldspritzen fehlten. „Die Diebe werden  immer dreister“, kommentiert Müller die Entwicklung. Nach drei Stunden Verzögerung konnten Denny Langer und Christian Schlingelhof auf ihren Mähdreschern loslegen.

Von der Wintergerste waren am Montag von 173 ha 101 ha unter Dach und Fach. Darunter die Sorten Tenor, Lomerit und Meridian vollständig. Die Sorte Souleyka steht auf 35 ha, reift in diesem Jahr aber später ab. Auswinterungsschäden führten zum Teil zu Zwiewuchs. Außerdem fehlen noch 37 ha von der nach Mais bestellten Sorte Zoom.

„Insgesamt ist der Ernteauftakt eher zäh“, schätzt Uwe Müller ein. Niederschläge sorgten für unfreiwillige Pausen. Der Regen hat auch Folgen für die Bergung des Strohs, das als Futter und Einstreu für die Rinder verwendet werden soll. Es wieder trocken zu bekommen, kostet zusätzlichen Aufwand. Nach der Wintergerste warten Raps und Winterweizen auf jeweils rund 300 ha, Sommertriticale und Erbsen auf je 35 und Roggen auf 94 ha. Mit bisher rund 80 Dezitonnen pro Hektar deutet sich bei der Wintergerste ein ähnlich guter Ertrag wie im Vorjahr an. „Aber abgerechnet wird bekanntlich am Schluss“, so Müller.

Der größere Teil der Wintergerste wird als wirtschaftseigenes Futter eingelagert, 150 t wurden an die HaGe Kiel vermarktet, allerdings zu schlechteren Preisen als im vorigen Jahr. Einen Teil der Rapsernte haben die Landwirte im Frühjahr per Vorkontrakt vermarktet, ebenso 450 t Weizen. Die übrige Ernte wird eingelagert, in der Hoffnung, dass die Preise steigen.

Gerd Rinas

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