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Erfreuliche Zahlen zum Fest

Bildautor: © Kathrin Naumann, Gerd Rinas

In Versammlungen zum Jahresausklang wurden auch die Ergebnisse in den verschiedenen Betriebszweigen diskutiert

Bildgalerie Erfreuliche Zahlen zum Fest

Wenn die Gesellschafterversammlung der GGAB Agrarbetrieb Groß Grenz  kurz vor dem Jahresende zusammentritt, dann hat dies mehrere Gründe. Zum einen ist der  Jahresabschluss für das zu Ende gegangene Wirtschaftsjahr (30. 7. 2012 bis 1. 6. 2013) festzustellen  und zu beschließen. Andererseits müssen die Gesellschafter entscheiden, ob sie dem Geschäftsführer Entlastung erteilen und wie der erwirtschaftete Gewinn verwendet werden soll. Am Dienstag sind die zwölf Gesellschafter aus diesem Anlass am Unternehmenssitz in Benitz zusammengekommen.

 

Spitzenerträge bei Winterweizen und Erbsen

Bei der Vorstellung des Jahresabschlusses konnte  Rainer Tschirner als geschäftsführender Gesellschafter auf sehr erfreuliche Zahlen verweisen. Dank des Könnens und des Einsatzes der Mitarbeiter der Abteilung Pflanzenproduktion sowie insgesamt günstiger Witterungsbedingungen konnten bei zwei Kulturen die bisherigen Höchsterträge überboten werden: 90 dt/ha Winterweizen bedeuten ebenso wie 46 dt/ha Erbsen einen neuen Bestwert. Ein sehr gutes Ergebnis gelang bei Winterraps (45 dt/ha), demgegenüber bewegte sich die Wintergerstenernte mit 76 dt/ha im Mittel der vergangenen Jahre. Den Ausschlag für die sehr guten Ergebnisse haben die vergleichsweise guten Erträge auf den leichten Standorten gegeben.


Wie die Pflanzenproduzenten um Leiter Uwe Müller  haben auch die Tierproduzenten zum erfreulichen Jahresabschluss beigetragen. Die Männer und Frauen aus der Abteilung Rinderproduktion um Leiter  Jörg Nimke  schafften im zurückliegenden LKV-Jahr eine absolute Spitzenleistung: In der LKV-Milchleistungsprüfung  der Betriebe mit 200 bis 499 Kühen kam man 2012/2013 mit durchschnittlich 447,7 Kühen auf  11 977 kg Milch pro Kuh beziehungsweise 876 kg FEK landesweit auf den ersten Platz! Der Agrarbetrieb Groß Grenz verkaufte 5 Mio. kg Milch an die Ostseemolkerei Rücker in Wismar. Damit steigerte der Betrieb seine Milchproduktion gegenüber 1992/93 um 3,3 Mio. kg oder um 290 Prozent! Die Leistungsbilanz weist außerdem eine Zwischenkalbezeit von 396 Tagen und ein Erstabkalbealter von 25,4 Monaten aus.

 

Höhere Fruchtbarkeit der Sauen Schlüssel zum Erfolg

In der Ferkelproduktion registrierten Abteilungsleiterin Simone Tiedt und ihre Mitstreiter eine Leistung von 25,2 abgesetzten Ferkeln je Sau und Jahr. Eine höhere Fruchtbarkeit der Hybridrassesauen ist hier der Schlüssel zu höheren Leistungen, sagt Geschäftsführer Tschirner. Bei den Mastschweinen stiegen die Masttagszunahmen im vergangenen Wirtschaftsjahr  von 720 auf 790 Gramm. Der Einbau eines Säuredosierers sowie die optimierte Rationsgestaltung beginnen sich nach Einschätzung von Simone Tiedt auszuzahlen.


Zu einer Erfolgsgeschichte wurde in den vergangenen Jahren die 150 kW  Biogasanlage. Durch den Stromverkauf trug die 2003 errichtete Anlage  im vergangenen Jahr 5 Prozent zum Jahresumsatz bei. Alle diese Daten ruft Rainer Tschirner mit einer Fingerbewegung auf seinem Laptop ab. Die Statistik weist allerdings noch etwas Anderes aus: Nicht nur die Leistungen sind in den vergangenen Jahren gestiegen, auch die Kosten. Die für Dieselkraftstoff haben sich seit 2000/2001 verdoppelt! Allein in den vergangenen fünf Jahren stiegen sie um 67 %. Noch  höher fiel die Preissteigerung bei Saatgut aus (67 %). Auch Dünger (+ 57 %) und zugekaufte Futtermittel (+ 45 %) zehrten an den Einnahmen. Die Ausgaben für Löhne und  Sozialabgaben stiegen im gleichen Zeitraum um 42 %.

 

„Abwarten und Tee trinken“

Desungeachtet konnte das Unternehmen beachtliche Investitionen im Umfang von 520 000 € absichern, wobei allein 80 000 € in Gebäude flossen. Darüber hinaus wurden umfangreiche Werterhaltungs- und Reparaturmaßnahmen finanziert, unter anderem 74 000 € für das Dach der Lagerhalle. Auch im neuen Wirtschaftsjahr stehen wichtige Investitionen an. Nach der Sanierung von zwei Silos im vergangenen Sommer sollen 2014 der Bau einer Maschinen-Unterstellhalle, eines weiteren Silos und eines Getreidelagers folgen. Hinter der Position „ Bodenkauf“  steht statt einer Eurozahl ein dickes Fragezeichen. „ Hier sind Planungen und Vorausberechnungen sehr schwierig. Da heißt es abwarten und Tee trinken“, so Geschäftsführer Tschirner.     

Gerd Rinas

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