• 2016
  • 30.03.
  • 2016.30.03.

Eiskalt getroffen

© Gerd Rinas

Der Erbsenacker wird vorbereitet: Der gegrubberte Boden soll gut abtrocknen, durchlüften und sich erwärmen.

Den Start in die Feldsaison hatten sich die Landwirte im Agrarbetrieb Groß Grenz ganz anders vorgestellt. Zwar kamen in der vergangenen Woche wie vorgesehen auf 30 Hektar Sommertriticale in den Boden. Allerdings mussten auch zwei Schläge mit insgesamt 65 ha Winterweizen umgebrochen werden. „Es war eine bittere Entscheidung, aber wir  hatten keine Wahl“, berichtet Uwe Müller. „Mitte Januar hatten Kahlfröste mit Temperaturen von minus 15 Grad Celsius bei einer an sich winterharten Sorte schweren Schaden angerichtet. Davon haben sich die Bestände nicht erholt, sie wurden eiskalt getroffen“, sagt der Abteilungsleiter Pflanzenproduktion.

Gut im Zeitplan: Uwe Müller im Gespräch mit Volker Nimke, einer der Spezialisten für Bodenbearbeitung. © Gerd RinasStatt mit Winterweizen sind die Flächen nun mit Sommerweizen bestellt. „Die Aussaatbedingungen waren sehr gut. Allerdings sind zusätzliche Kosten entstanden. Den Mehraufwand auszugleichen wird schwierig, das Produktionsverfahren ist optimiert. Spielraum gibt es nur noch bei der Vermarktung. Doch bei den schwierigen Marktbedingungen sind die Aussichten nicht besonders“, so der Landwirt.

Abgesehen von dem Kahlfrostschaden sind die Frühjahrsarbeiten ohne größere Verzögerungen angelaufen. Auf 77 Hektar sollen Erbsen gedrillt werden. Der Acker wurde im Herbst gepflügt. In der vorigen Woche hat Volker Nimke die Flächen gegrubbert, damit der Boden gut abtrocknen, durchlüften und sich erwärmen kann. „Bis zum Wochenende wollen wir die Aussaat abschließen. Außer Erbsen haben wir an Leguminosen noch Kleegras (32 ha) und Luzerne (23 ha) im Anbau“, so Müller.

Auf 150 ha kommt bis Anfang Mai Mais in den Boden. Wegen des Auswinterungsschadens wird auf 20 ha zusätzlich Mais gelegt. Die Düngung ist in vollem Gang. Basis für die Nährstoffgabe sind die Ergebnisse der Bodenuntersuchung auf jedem Schlag, die Uwe Müller sowohl im Computer als auch in einer Handkartei festhält.

Fortgeschritten ist die Pflege von 265 ha Wiesen und Weiden. „Auf 130 ha Mineralbodenstandorten sind wir mit Schleppen, Striegeln, Walzen und Nachsaat fast durch“, so Müller. Dagegen ist es beim Pflanzenschutz noch ruhig. „Wir haben die ersten Gelbschalen aufgestellt  und beobachten den Raps. Alles andere braucht wärmere Temperaturen“, so der Abteilungsleiter.

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