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Das Grünland pflegen - aber wie?

Grünlandtreff

Beim kurzfristig anberaumten Erfahrungsaustausch in der Reinstorfer Agrargenossenschaft frischten die Landwirte ihr Wissen zur Bewirtschaftung des Grünlandes auf. Dr. Ulrich Bauer (4. v. r.) gab wertvolle Hinweise. Foto: Katrin Kauer

Das Grünland ist eine Futterquelle, deren Bedeutung nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Wer diese Erfahrung nicht berücksichtigt, wird spätestens daran erinnert, wenn die Quelle nicht mehr so sprudelt wie gewohnt. „Damit es nicht soweit kommt, gilt es, vieles zu bedenken“, sagt Rainer Tschirner. Die Idee aus der Geschäftsstelle des Bützower Bauernverbandes, dazu „auf dem kurzen Dienstweg“ einen Erfahrungsaustausch mit Berufskollegen aus der Region zu organisieren, fand auf Anhieb Zustimmung beim Geschäftsführer des Agrarbetriebes Groß Grenz.

Als sich in der vorigen Woche  Landwirte aus etwa zehn Betrieben auf einer Weide der Reinstorfer Agrargenossenschaft einfanden, waren auch Rainer Tschirner und Futterexperten aus dem Agrarbetrieb Groß Grenz darunter. Bei dem Treffen gab es ein Wiedersehen mit Dr. Ulrich Bauer. Der ausgewiesene Grünlandexperte ist vielen Landwirten hier gut bekannt, hatte er doch in seiner Zeit als Hochschullehrer an der Uni in Rostock Vorlesungen zum Grünland gehalten. Obwohl schon ein paar Jahre  im wohlverdienten Ruhestand, zeigte sich, dass Ulrich Bauer nach wie vor „im Stoff“ steht. Er machte deutlich, dass das Grünland insbesondere im Frühjahr besonderer Pflege bedarf, damit gutes Futter wachsen kann. Dr. Bauer ging auf viele Punkte ein, die für ein erfolgreiches Grünlandmanagement notwendig sind, angefangen von der Standort angepassten Düngung als Voraussetzung für eine lange Nutzungsdauer, über die Kenntnis der Bestandesbildner bis hin zu den notwendigen mechanischen Pflegemaßnahmen. „Interessant war auch der Hinweis, dass die Luzerne zu Unrecht bei vielen Landwirten in Vergessenheit geraten ist. Mittlerweile gibt es, so Dr. Bauer, Weideluzernezüchtungen, die vor allem für die Mutterkuhhaltung sehr geeignet sind. Die Berufskollegen Manfred Bissa und Ulrich Constien haben hier wegen ihrer Mutterkuhherden besonders aufmerksam zugehört“, hat Rainer Tschirner beobachtet.


Die Landwirte aus dem Agrarbetrieb Groß Grenz verfolgen seit zwei Jahren konsequent die Strategie, auf Mineralbodenstandorten, wo im Frühjahr der Maulwurf aktiv ist, Nachsaaten vorzunehmen, um Unkräutern keinen Raum zu geben. „Wichtig waren für uns auch die Hinweise zu standortgerechten Gräsermischungen“, zeigt sich Rainer Tschirner im Nachhinein zufrieden. Nach dem kurzfristig anberaumten Treff im vergangenen September zur Bekämpfung des Maiszünslers war dies die zweite Fachveranstaltung in eigener Regie des Bützower Landwirte. „Unsere Treffs ersetzen nicht die Fach- und Feldtage des LMS Agrarberatung oder der Landesforschungsanstalt. Aber als flexible und operative Form der Weiterbildung sind solche regionalen Veranstaltungen sehr effektiv. Darin waren sich am Ende alle einig“, so Rainer Tschirner. 

Gerd Rinas

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