• 2015
  • 11.03.
  • 2015.11.03.

Damit die Pflanzen wachsen

© Gerd Rinas

Der Güllewagen nimmt den Pflanzennährstoff mit einer eigenen Ansaugvorrichtung auf.

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Im Agrarbetrieb Groß Grenz sind die „Samsons“ los: Mit zwei  von schweren Schleppern gezogenen „Samson PG 25“-Güllewagen versorgt das Lohnunternehmen Stotz in diesen Tagen Winterraps- und -weizenbestände mit hochwertigem Pflanzennährstoff. Er stammt aus den Gärresttanks der Biogasanlage in Benitz. „Bevor  wir mit der Ausbringung starteten, haben wir Bodenproben gezogen und den Bodenstickstoffgehalt ermittelt“, erläutert Uwe Müller, Abteilungsleiter Pflanzenproduktion. Die Untersuchungen ergaben durchschnittliche Gehalte von 20 - 25 kg/ha Nmin. „Diese Werte werden bei der Ermittlung des N-Bedarfs der Kulturen selbstverständlich berücksichtigt“, so Müller.

Die Pflanzenbestände sind gut entwickelt. Dazu trugen die warme und trockene Witterung im September und Oktober und milde Temperaturen in den Folgemonaten bei. Über dem Durchschnitt liegende Niederschläge im Dezember und Januar führten zu einer weitgehenden Wassersättigung des Bodens. Mittlerweile ist ein Großteil der Flächen befahrbar. Uwe Müller steht mit den Güllewagen-Fahrern in engem Kontakt. „Bevor ein Raps- oder Weizenbestand Pflanzennährstoff erhält, wird die Befahrbarkeit des Schlages sorgfältig geprüft“, versichert er. Zeigt sich, dass die Bedingungen nicht ausreichen, wird die Ausbringung auf dem betreffenden Schlag unterbrochen. So auch an diesem Tag, als Fahrer Danny Kolberg per Mobiltelefon signalisiert, dass die Befahrbarkeit einer Teilfläche auf einem Rapsschlag gleich hinter dem Mastschweinestall nicht optimal ist.

Nach Einschätzung von Müller hat sich die Zusammenarbeit mit Lohnunternehmen bei der Gülleausbringung bewährt. „Unsere Partner, die Lohnunternehmen Stotz und Eichmann, arbeiten verantwortungsvoll und zuverlässig. Bei der Abstimmung von Einsatzterminen hat es bisher keine Probleme gegeben.“ Vorteilhaft ist die hohe Schlagkraft bei der Ausbringung. Zum Einsatz kommen mehrere moderne Güllewagen mit einer Arbeitsbreite von jeweils 24 m. Über Schleppschläuche wird die Gülle bodennah über dem Pflanzenbestand ausgebracht. „Dieses Verfahren ist besonders in Raps und Getreide kulturschonend, die Pflanzen können den Nährstoff effektiv verwerten. Die Belastungen für die Umwelt sind eingeschränkt, die Geruchsbelästigung deutlich geringer als in Zeiten, wo die Gülle über einen Prallteller hinter dem Güllefass meterhoch über dem Bestand verteilt wurde“, erläutert Uwe Müller. Bis Ende März sollen die 650 ha Raps- und Weizenbestände versorgt sein. Parallel zur organischen Düngung erfolgte die erste mineralische Stickstoffgabe.   

Bevor um den 20. April herum auf 140 ha die Maisaussaat beginnt, wird auch auf diesen Flächen Gülle ausgebracht – und innerhalb von vier Stunden in den Boden eingearbeitet.

 

 

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