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  • 2013.02.10.

Besuch aus Baden-Württemberg

Praktikantin Anita Karpun

Die Praktikantin Anita Karpun mit dem Leiter der Tierproduktion Jörg Nimke.

Begonnen hatte alles mit einer Zugverspätung. Statt in Schwaan landete die 26-Jährige aus Fellbach bei Stuttgart in Rostock. „Warten Sie auf dem Bahnhof, ich hole Sie ab“, hatte Geschäftsführer Rainer Tschirner die Praktikantin an jenem Sonntag gebeten. Noch vor der Praktikantenwohnung in Benitz zeigte er ihr den Betrieb. Die Flächen, noch mit Getreide und Raps, Mais und Feldgras bestellt, die Schweineställe in Klein Grenz und Benitz, den Jungrinderstall in Kassow, den Milchviehstall in Benitz. „Alles ist sehr groß. Die Höfe bei uns in Baden-Württemberg sind viel kleiner“, beschreibt Anita Karpun ihren ersten Eindruck.

Praktikumstipp kam von Dozentin

Den Tipp, wegen des gewünschten Praktikums in Groß Grenz nachzufragen, hatte Anita von einer Dozentin in Hohenheim erhalten. „Sie hatte mit anderen Hochschullehrern auf einer Exkursion Agrarbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern besichtigt, darunter Groß Grenz“, sagt Anita. In den vergangenen Wochen hat sie den Betrieb genauer kennengelernt. In ihrem Studium hatte sie bis dahin ein Praktikum in einem Obst- und Weinbaubetrieb absolviert. Ihre Bachelorarbeit hatte Anita Karpun über den „Wochenrhytmus von Zuchtsauen“ verfasst. Im Agrarbetrieb Groß Grenz verbrachte sie die meiste Zeit auf eigenen Wunsch bei den Rindern. Half bei der Betreuung der Kälber, beim Klauenschneiden, bei der Milchkontrolle, sortierte Kühe für den Besamer, holte die Tiere zum Melken und arbeitete eine Schicht im Melkstand mit. „Anita hat eine sehr gute Auffassungsgabe. Sie arbeitet gewissenhaft, so wie ich mir das vorstelle“, lobt der Abteilungsleiter Tierproduktion Jörg Nimke nach sieben Wochen.

Dr. Kathrin Naumann, Assisstentin der Geschäftsführung,  übertrug Anita kleinere Forschungsaufträge. „Ich habe die Futteraufnahme in zwei Gruppen Hochleistungskühen und zwei Gruppen Trockenstehern ermittelt und das Verhalten der Tiere beobachtet“, erläutert die Studentin. „Daraus können wir wichtige Rückschlüsse ziehen. Die Informationen fließen ein in unsere Gespräche mit dem Tierarzt und den Fütterungsberatern“, zeigt sich Dr. Naumann zufrieden. 

Lob auf beiden Seiten

„Wenn ich am Samstag nach Hause fahre, nehme ich viele Erfahrungen mit“, sagt Anita Kapun. Neben der Dimension von Feldbau und Tierhaltung haben sie besonders die Betriebsorganisation und das -klima beeindruckt. „Ein Rad greift ins andere, es geht ruhig zu, ohne Hektik. Auch wenn jemand Urlaub nimmt, ist die Versorgung der Tiere abgesichert“, berichtet die Studentin.

Sie hat sich noch nicht entschieden, wohin ihr Weg nach dem Abschluss ihres Masterstudiums führen wird. „In einem Landwirtschaftsbetrieb zu arbeiten könnte ich mir vorstellen. Erst recht, wenn es so läuft wie hier“, meint Anita Kapun zum Abschied

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