• 2014
  • 30.04.
  • 2014.30.04.

Bestes Futter

© Gerd Rinas

Manfred Köhler und Denny Langer beim Festfahren des Silos. An den Seitenwänden fahren sie besonders vorsichtig, damit die Folie nicht einreißt.

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Die erste Ernte des Jahres ist im Agrarbetrieb Groß Grenz unter Dach und Fach: Am Sonntag mähten Mitarbeiter des Lohnunternehmens Eichmann und Partner auf 30 ha Acker- und auf zehn HektarLuzernegras. „Am Montagmorgen schauten wir uns das Erntegut mit Berater Harry Erdmann von der Firma Schaumann an und bestimmten dann mehrmals den Trockenmassegehalt.  Um 11 Uhr fuhr der Schwader  zuerst in das Ackergras auf dem Vorgewende. Der Häcksler folgte am Nachmittag. Doch schon nach 200 m auf dem Vorgewende war erst mal Schluss“, berichtet Dr. Kathrin Naumann, Assistentin der Geschäftsführung: Der Häcksler hatte sich, trotz Metalldetektor, einen Zinken in das Schneidwerk eingezogen, den der Schwader zuvor eingebüßt hatte. „Wahrscheinlich war das Metallstück so von Gras umwickelt, dass der Detektor nicht reagierte“, vermutet Kathrin Naumann. Nachdem die Schadensurache ermittelt war, eilte Abteilungsleiter Uwe Müller nach Kritzmow zur Niederlassung der Mecklenburger Landtechnik, um Ersatzmesser zu beschaffen. „Mehrere Stunden Zwangspause brachten unseren Plan kurzzeitig durcheinander. Erst am nächsten Morgen ging es im Ackergras weiter“, so Kathrin Naumann. Dank des Einsatzes der Mitarbeiter  der Pflanzenbauabteilung war der Rückstand bis Dienstagabend aufgeholt. „Christian Schlingelhof auf dem Häcksler, die Abfahrer und die Männer auf dem Silo haben die Häckselkette zusammengehalten“, so Naumann.

Erstmals nach zwei Jahren werden die Seitenwände des Silos in Benitz wieder mit Folie eingeschlagen. „Auf Empfehlung unserer Berater hatten wir das schon mal probiert, waren davon aber wieder abgekommen, weil die Folie beim Einlagern und Festfahren des Erntegutes bei Wind  immer wieder hochwehte und sehr schnell einriß. Allerdings ist der Vorteil der Folie an den Seitenwänden erwiesen. Regenwasser kann so kaum noch zum Futterstapel vordringen. Deshalb starten wir einen neuen Versuch“, erläutert Kathrin Naumann. Offenbar mit Erfolg: Manfred Köhler und Denny Langer lenken Radlader und Schlepper auf dem Silo sehr aufmerksam und in der Nähe der Seitenwände mit besonderer Sorgfalt. Das zahlt sich aus: Die Folie des halb gefüllten, fast fertigen Silos weist nur einen geklebten Riss auf.

 Mit der Qualität des Erntegutes ist Kathrin Naumann sehr zufrieden. „Sowohl aus dem Ackergras als auch aus der Luzerne können wir bestes Futter für unsere Rinder machen. Die Bestände haben sich optimal entwickelt, der Schnittzeitpunkt bei Sonnenschein und ohne Regen passte.“ Unter Zugabe von Siliermitteln wird das Erntegut nun konserviert. In vier bis sechs Wochen steht es für die Rinder zur Verfügung. Vorher, voraussichtlich in zwei bis drei Wochen, folgt der nächste Futterschnitt. Dieses Mal von 50 ha Wiesen und Weiden.

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