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Ausbildung: Louis Lettow wird Landwirt

© Gerd Rinas

Das Ziel fest im Blick: Selbst einmal mit moderner Landtechnik zu arbeiten, ist für Louis ein starkes Motiv, Landwirt zu werden.

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Für Louis Lettow war der Mittwoch voriger Woche ein besonderer Tag. An diesem 1. August begann der junge Mann im Agrarbetrieb Groß Grenz, nahe Rostock, seine Ausbildung als Landwirt. Er hatte zielstrebig darauf hin gearbeitet, unter anderem mehrwöchige Praktika absolviert. „Ich bin hier richtig“, sagt Louis, der seit einigen Wochen seinen Berufsreifeabschluss in der Tasche hat.

Der erste Tag auf dem Betrieb verlief so, wie er es erwartet hatte. Uwe Müller, Abteilungsleiter Pflanzenproduktion, wies ihn ein, Louis nahm seine Arbeitssachen in Empfang und bezog eines der drei Zimmer in der Azubi-WG in Benitz. Dann fuhren Uwe Müller und er zu dem abgeernteten Weizenschlag am Dorfrand, wo die Kollegen Stroh häckselten und zum Mietenplatz transportierten. Als Fahrer auf dem Trecker oder dem Häcksler, das könnte sich Louis später auch für sich gut vorstellen. Statt dessen heißt es für ihn aber, an diesem ersten Tag, die Planken zum Abdecken des Güllebehälters zu streichen. „Das ist in Ordnung, alles zu seiner Zeit“, lächelt der junge Mann. Er ist nun einer von sieben Auszubildenden im Betrieb.

Unterdessen haben die Männer um Uwe Müller die Ernte von Getreide, Raps und Erbsen fast abgeschlossen. „Uns fehlen noch 40 ha Sommertriticale, dann sind wir durch“, sagt Müller. Begonnen hatten sie am 28. Juni mit dem Drusch der Wintergerste. Abgesehen von der Schrecksekunde, die ein kleinerer Feldbrand verursachte, verliefen die Erntearbeiten ohne größere Schwierigkeiten. „Dank des schnellen Handelns von Anwohnern, Feuerwehren aus der Region und unserer Mitarbeiter konnte größerer Schaden verhindert werden“, so Müller erleichtert. Zu den Ernteergebnissen sagt der Abteilungsleiter, dass es bei allen Kulturen auf Grund der Trockenheit Ausfälle im Vergleich zu 2017 und zum langjährigen Mittel gibt. Auch die nun steigenden Marktpreise werden die Verluste nicht ausgleichen.

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