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  • 06.04.
  • 2016.06.04.

Bauernhof Pitschke

Diplomlandwirt Matthias Pitschke bewirtschaftet in Gerbitz im Salzlandkreis (Sachsen-Anhalt) einen Marktfruchtbetrieb mit rund 290 Hektar Ackerland. Im Herbst 1991 hat der gelernte Agrotechniker/ Mechanisator den in Familienbesitz befindlichen Bauernhof samt zugehörigen Eigentumsflächen sowie Pachtland wiedereingerichtet und zunächst auf Pachtbasis bewirtschaftet.

Nach dem Kauf von Eigentumsanteilen von Familienangehörigen und dem zwischenzeitlichen Erwerb von 35 Hektar Treuhandland befinden sich heute gut 40 Prozent der bewirtschafteten Nutzfläche im Besitz des selbständigen Landwirtes und seines Vaters Konrad Pitschke.

Auf den im Durchschnitt 80er Lößböden um Gerbitz (70 … 90 Bodenpunkte) mit einem mittleren Jahresniederschlag von knapp 500 Millimeter baut Matthias Pitschke Winterweizen, Wintergerste, Dinkel und Durum sowie Winterraps und Kartoffeln an. Auf sandigen Teilflächen des Betriebes im nahen Sachsendorf, die lediglich 25 bis 30 Bodenpunkte aufweisen, ersetzt Winterroggen die anspruchsvolleren Getreidearten in der Fruchtfolge. Die Greeningauflage, fünf Prozent Ökologische Vorrangflächen auszuweisen, erfüllt der Landwirt über das Brachlegen von Flächen.

Das Ackerland wird nahezu komplett pfluglos bewirtschaftet, nur zu Frühkartoffeln wird der Boden wegen der im Herbst erfolgenden Dammvorformung gepflügt. Die Vermarktung von Getreide und Raps geschieht ausschließlich aus der Ernte heraus, der Verkauf wird zum Teil über Vorkontrakte mengenmäßig und preislich abgesichert.

Arbeitswirtschaftlicher Schwerpunkt im Einzelunternehmen ist die Erzeugung von Speisekartoffeln auf 15 Hektar Fläche. Die Knollen werden allesamt direkt vermarktet – vor Ort über den Hofladen von Pitschkes Lebensgefährtin Andrea Voigt, über andere Direktvermarkter, auf Wochenmärkten und an Gaststätten sowie über Lieferungen an Geschäfte des Lebensmitteleinzelhandels.

Matthias Pitschke beschäftigt einen festangestellten Mitarbeiter im Ackerbau sowie eine Teilzeitkraft für die Auslieferung der Kartoffeln mit dem betriebseigenen Lkw. Zwei Hilfskräfte unterstützen den Landwirt an zwei Tagen in der Woche beim Abfüllen der Knollen in die Gebinde für die Vermarktung.

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