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Kartoffeln: Vermarktung geht weiter

Veit Schemel (l.) und Maik Drüsedom sortieren Kartoffeln am Band auf dem Feld stehend.

Kartoffeln sortieren © Deltlef Finger

Alle Hände voll zu tun haben Veit Schemel (l.) und Maik Drüsedom, um auf dem Bunkerroder Kluten und Steine aus dem Kartoffelstrom auszusortieren.

Die Kartoffelernte 2016 ist für Matthias Pitschke Geschichte. In der zweiten Oktoberhälfte kamen bei dem Landwirt aus Gerbitz im Salzlandkreis die letzten Knollen der Sorten Ballerina, Talent und Toscana über drei Tage hinweg aus dem Boden – zusammen etwa sechs Hektar. Am 24. Oktober war dann endgültig Schluss. „Wir sind gegenüber Normaljahren etwa zehn Tage später fertig geworden“, fasste der Betriebsleiter die Saison, die zwischenzeitlich vor allem von monatelanger extremer Trockenheit geprägt wurde, zusammen. Eine abschließende Einschätzung zur Ernte wollte der Kartoffelexperte zu diesem Zeitpunkt noch nicht geben. Nur so viel sagte er: „Der Ertrag ist witterungsbedingt auf alle Fälle geringer als im Vorjahr.“

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Erntegut durchgesiebt und nochmal sortiert


Jeweils in der Zeit von 8.30 bis 17.00 Uhr holte sein fest angestellter Mitarbeiter André Stephan mit dem einreihigen Grimme-Bunkerroder zuletzt die Kartoffeln aus der Erde. Die Kollegen Veit Schemel und Maik Drüsedom, beide sind im Betrieb in Teilzeit angestellt, sorgten auf der Erntemaschine zudem dafür, dass nicht zu viele Steine und Erdkluten in den Vorratsbehälter gelangen. Das Erntegut wurde auf Pitschkes Bauernhof direkt von den Transportanhängern aus noch einmal über ein Reinigungsband geschickt, um den Erdanteil weiter zu reduzieren, ehe die Feldfrüchte in Großkisten mit jeweils 600 kg Aufnahmekapazität zur Zwischenlagerung abgefüllt wurden.

Von dort gehen sie dann schließlich über ein Sortierband im Kartoffellager, wo Angela Gast und Uwe Riegler, die ebenfalls stundenweise für Landwirt Pitschke arbeiten, ihren Dienst tun, und das in der Haupterntezeit mindestens zweimal die Woche. Sie sammeln kleine Kartoffeln, eventuell noch enthaltene Kluten und Steine sowie beschädigte Knollen heraus. Ralf Schreiber schließlich, auch er ist auf dem Hof sozialversicherungspflichtig beschäftigt, sackte die Kartoffeln ab – zuletzt in 25-Kilo-Gebinde für die Einkellerung. Die Aktionen zur Wintereinlagerung waren in der 43. Kalenderwoche abgeschlossen.

 

Zweimal wöchentlich wird frisch abgepackt


Die Vermarktung der Kartoffeln wird Matthias Pitschke und seine Lebensgefährtin Andrea Voigt indes auch in den kommenden Monaten weiter beschäftigen. Während sie die Knollen im Hofladen an die Kunden bringt, fährt der Diplomlandwirt die Ware mit dem Lkw oder dem Transporter an größere Abnehmer, etwa Märkte von Handelsketten, aus. In letzter Zeit musste sich der Betriebsleiter des Öfteren als sonst hinter das Lenkrad setzen, nachdem ihm sein Fahrer ausfiel und er noch nicht wieder für Ersatz sorgen konnte.

Zweimal in der Woche werden auf Pitschkes Gehöft auch ab November weiterhin Kartoffeln sortiert und verkaufsfertig abgepackt – in große Säcke, aber auch in 2,5- und Fünf-Kilo-Beutel bzw. Kartons. Montags und donnerstags ist das der Fall. Damit gelangen die Speisekartoffeln, die Pitschke ausschließlich direktvermarktet, stets frisch aus dem Lager zu seiner Kundschaft.

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