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Hofladen: Von A(pfel) bis Z(iegenkäse)

Andrea Voigt

Andrea Voigt, hier mit Kartoffeln vom Hof ihres Lebensgefährten Matthias Pitschke, betreibt den Direktverkauf.

Von A(pfel) bis Z(iegenkäse)

Der Hofladen Gerbitz bietet ganzjährig ein breites Sortiment von Produkten vom Bauernhof Pitschke und anderen regionalen Direktvermarktern an.

 

Wenn es in der kalten Jahreszeit draußen zeitig dunkel wird, dann erstrahlt der Eingang zum Hofladen von Andrea Voigt in Gerbitz im Lichterglanz. Die selbstständige Unternehmerin hat das Blockhaus, das seinen Platz in einem der Wirtschaftsgebäude des Vierseithofes von Bauer Matthias Pitschke hat, jetzt weihnachtlich geschmückt. Die 46-Jährige führt den Laden als eigenständiges Gewerbe, ihr zwei Jahre älterer Lebensgefährte ist Inhaber und Chef des Landwirtschaftsbetriebes.

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Der Hofladen ist von der Hauptstraße her gut zu erreichen und ganzjährig von Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 11 Uhr geöffnet. Lediglich von Heiligabend bis Mitte Januar gönnt sich das Paar eine Auszeit, dann herrscht auf dem Hof Ruhe und das Geschäft bleibt geschlossen. Der Verkauf, bei dem Mitarbeiterin Carola Habel ihre Chefin stundenweise unterstützt bzw. vertritt, ist indes nicht nur in der Adventszeit gut besucht. Das ganze Jahr über kommen Leute aus nah und fern, um sich hier mit Kartoffeln, saisonalem Obst und Gemüse (Spargel), Wurstwaren, Milch, Käse, Joghurt, Eiern, Säften, Kräutern, Senf, Marmeladen, Honig, Genussmitteln wie Wein, Bier und Spirituosen oder anderen Erzeugnissen einzudecken.

Viele sind Stammkunden in Gerbitz. Sie wissen das Angebot an regionalen Produkten, das durch den Warenaustausch mit anderen Direktvermarktern erweitert wird, zu schätzen und geben für die Spezialitäten mit gesicherter Herkunft, garantierter Frische und besonderem Geschmack bzw. Rezeptur auch gern etwas mehr aus. Selbst Autofahrer oder Radwanderer, die den Ort passieren, halten öfters an, um die Produkte zu probieren. Nicht selten kommen sie dann auch wieder.

Die Kartoffeln stammen ausschließlich aus hofeigenem Anbau, derzeit sind fünf Sorten der verschiedenen Kochtypen (fest, vorwiegend fest, mehlig) im Angebot, dazu einige Exoten. Die Knollen sind zu zweieinhalb Kilo in der Pappbox, zu fünf Kilo in der Papiertüte oder zu 25 Kilo im Sack erhältlich. Letzteres Gebinde wird vor allem während der Einkellerungsaktionen im Spätherbst stark nachgefragt, dann gehen die Kartoffeln mitunter palettenweise „über die Theke“. Neben der Selbstabholung ist hier – gegen einen geringen Aufpreis – auch die Anlieferung möglich.

Sogar in (in Dienstleistung) veredelter Form stehen die Feldfrüchte in den Ladenregalen, so als Kartoffelbier, -schnaps und -likör, ja selbst als Kartoffelmarmelade!

Das Sortiment umfasst nahezu ausschließlich Produkte, die es in keinem Supermarkt gibt, sagt Andrea Voigt nicht ohne Stolz. Ihre Lieferanten bzw. deren Betriebe kennt die Ladenbesitzerin zumeist persönlich – so ist sie bei Nachfragen zu den Erzeugnissen oder deren Produktion auskunftsfähig.

Zu den Geschäftspartnern gehören z. B. Obstbau Wallwitz, Hof Sülldorf, Hof Pfaffendorf, Ziegenhof Pfeiffhausen, Schafmilchkäserei Jaare, Landfleischerei Sauer, Mosterei Janisroda, Cörmigker Käsekästchen, Brausemanufaktur Gommern, Imker Bischoff und Majoranwerk MAWEA Aschersleben.

Präsentkörbe für verschiedenste Anlässe mit all diesen Produkten stellt Andrea Voigt – je nach Kundenwunsch – im Übrigen ebenfalls gern zusammen.

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