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  • 04.10.
  • 2017.04.10.

Hoffest bei Bauer Pitschke

© Detlef Finger

Zum zweiten Mal bot Landwirt Matthias Pitschke seinen Gästen zum Hoffest frittierte Spiralkartoffeln an.

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Ausnahmezustand am vergangenen Sonnabend in Gerbitz: Schon am frühen Vormittag reichen die Reihen der auf den Straßen parkenden Autos bis an den Ortsausgang des Dorfes im Salzlandkreis. Die Menschen zieht es auf den Bauernhof von Matthias Pitschke, der an diesem Tag sein traditionelles Hoffest veranstaltet. Bei bestem Wetter werden wiederum 2 000 bis 3 000 Gäste erwartet.

Schon vor dem offiziellen Start um 10 Uhr stehen die ersten Leute mit Tellern und Besteck vor einem meterlangen Tisch auf dem Vierseithof, auf dem in großen Edelstahlgefäßen neun verschiedene Sorten Pellkartoffeln dampfen. Zusammen mit selbst zubereitetem Kräuter- oder Kümmelquark, der an diesem Tag gleich eimerweise über die Theke geht, können die Knollen gratis verkostet werden.

Wer danach immer noch Hunger verspürt, kann frittierte Spiralkartoffeln probieren, die – je nach Zubereitung mit oder ohne Teigmantel – wie Pommes bzw. Kroketten schmecken, oder aber sich mit Erbsensuppe aus der Gulaschkanone oder Bratwurst und Steaks an der „Futterkrippe“ stärken.

Die zuvor probierten Kartoffeln können anschließend im ebenfalls geöffneten Hofladen von Pitschkes Lebenspartnerin Andrea Voigt in kleinen oder größeren Gebinden gekauft werden. Auf der gegenüberliegenden Seite der Hauptstraße verlädt Pitschkes Mitarbeiter André Stephan zusammen mit Erhard Heinecke und Jörg Däumichen die von den Kunden bezahlten Einkellerungskartoffeln gleich von der Pritsche des Betriebs-Lkw aus in die Kofferräume der Pkw. Fünf Sorten sind für das Hoffest in großer Menge in 25-Kilo-Säcke abgepackt worden.

Auf dem Hof und in der festlich hergerichteten Maschinenhalle bieten derweil auch andere Direktvermarkter ihre Erzeugnisse feil. Die Angebotspalette reicht von Obst und Gemüse über Brot und Honig, Käsespezialitäten und andere Molkereiprodukte bis hin zu Fleisch- und Wurstwaren. An anderen Ständen gibt es Dinge des täglichen Bedarfs zu kaufen, so z. B. bei einem Bürstenmacher. Und auch der Stand mit Kürbissen aus betriebseigenem Anbau ist dicht umlagert. Viele wollen eine oder mehrere der vielgestaltigen Früchte als Herbstdekoration erstehen.

Für Kurzweil in den Stunden bis 16 Uhr sorgen u. a. Freunde historischer Landtechnik, die Lanz Bulldogs und andere alte Schlepper mitgebracht haben sowie einen Einzylinder-Deutzmotor mit sieben Liter Hubraum, Baujahr 1907, der als Antriebsaggregat, etwa für Dreschmaschinen, diente.

Ein besonderer Anziehungspunkt ist der Stand mit dem Getreide-Quiz, wo die im Betrieb angebauten Arten richtig erkannt werden müssen. Die Volieren mit Kaninchen und Geflügel finden ebenfalls viel Anklang, vor allem bei den Kindern, die in einer Garage zudem auf Strohballen herumtoben können. Am „Erbsen-Hammer“ davor sind Geschick und Treffsicherheit gefragt.

Eine Woche lang haben Matthias Pitschke und Andrea Voigt zusammen mit ihrer „Stammbelegschaft“ das Hoffest intensiv vorbereitet, das „für alle etwas bieten muss“, wie der Landwirt betont. Am Hoftag selbst aber hat das Unternehmerpaar Zeit, sich um seine Gäste zu kümmern. Die Betreuung der eigenen Aktions- und Verpflegungsstände übernehmen Verwandte und Freunde – insgesamt etwa 30 an der Zahl. „Wir verbinden das Hoftagswochenende alljährlich mit unserem Cousin- und Cousinentreffen“, erzählt Matthias Pitschke, der für die familiäre Unterstützung außerordentlich dankbar ist.

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