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  • 08.11.
  • 2017.08.11.

Herbstarbeiten beendet

Kartoffelroder lädt Kartoffeln ab

Kartoffelroder

Die Kartoffelernte wurde im Betrieb von Matthias Pitschke am 20. Oktober abgeschlossen. Mit dem Marktwareertrag von rund 400 dt/ha ist der Betriebsleiter durchaus zufrieden.

Matthias Pitschke blickt dieser Tage auf eine gut durchschnittliche Kartoffelernte zurück. Rund 400 dt/ha marktfähige Knollen konnten er und seine Mitarbeiter roden. „Sonst sind es im Schnitt etwa 350 Dezitonnen pro Hektar“, sagt der Landwirt aus Gerbitz im Salzlandkreis (Sachsen-Anhalt). Auch mit dem Preis für die Feldfrüchte ist der Betriebsleiter zufrieden. Während die Erzeugererlöse für lose Ware mit lediglich 8 bis 10 €/dt im Keller sind, konnte Bauer Pitschke seine Preise im Erzeuger-Verbraucher-Direktgeschäft behaupten.

Der Landwirt vermarktet seine Kartoffelernte ausschließlich direkt – über den Gerbitzer Hofladen seiner Lebensgefährtin Andrea Voigt sowie an eine Reihe von Märkten von Handelsketten und andere Abnehmer. In der Gesamtbilanz ist es bei den Kartoffeln aus Sicht des Diplomlandwirtes „ein normales Jahr“. Beim Umsatz liegt Matthias Pitschke hier auf dem Niveau des Vorjahres.

» Die Knollen werden zunächst in Großkisten abgefüllt und dann nach und nach – bis zum Anschluss an die neue Ernte – sortiert und abgepackt. Foto: Detlef Finger

 

Die letzten Knollen kamen bereits am 20. Oktober aus der Erde. Nun ist das verbliebene Erntegut in Großkisten mit jeweils etwa 600 kg Fassungsvermögen abgefüllt zur Zwischenlagerung. Im Kartoffellager auf dem Betriebshof werden die Knollen fortan an anderthalb Tagen in der Woche nach und nach sortiert und in die Verkaufsgebinde abgefüllt.

Die Rodebedingungen waren in diesem Jahr zuletzt gut, der Boden war feucht und noch warm. „Das war auch für die Aussaat des Durums optimal“, sagt Pitschke. Der Winterhartweizen kam an zwei Tagen in der letzten Oktoberwoche in den Boden. Ab der 38. Kalenderwoche hatten Matthias Pitschke und sein Mitarbeiter André Stephan bereits Wintergetreide gedrillt: insgesamt rund 40 ha Wintergerste, knapp 100 ha Winterweizen, jeweils 15 ha Dinkel und Durum sowie etwas Roggen für die jährlichen Sortendemonstrationen. Hinzu kommen die als erstes ausgesäten 90 ha Winterraps. „Die Saaten stehen top“, zeigt sich Matthias Pitschke auch in dieser Hinsicht zufrieden.

» Mitarbeiter André Stephan führte zu Wochenbeginn in Sachsendorf letzte Pflanzenschutzmaßnahmen gegen Ungräser im Winterweizen durch. Foto: Detlef Finger

 


Anfang dieser Woche wurden auf Flächen bei Sachsendorf noch Pflanzenschutzmaßnahmen gegen Ungräser im Winterweizen durchgeführt. Mitte der Woche sollte zudem noch die Dammvorformung auf den zweieinhalb Hektar Fläche erfolgen, die für den Frühkartoffelanbau unter Vlies vorgesehen sind. Kartoffeln wird Matthias Pitschke auch im kommenden Jahr wieder auf insgesamt rund 15 ha Fläche anbauen.

Die Feldarbeiten sind im Betrieb damit abgeschlossen. In den kommenden Tagen und Wochen soll die Technik gesäubert und gegebenenfalls repariert und auf die Winterabstellung vorbereitet werden. Zudem gilt es, die Maschinen und Geräte zu überprüfen und vorhandene größere Defekte in Vorbereitung der Winterreparatur in der Werkstatt zu erfassen. Ferner sollen noch Bäume und Sträucher an den Feldrändern ausgeästet sowie Sturmschäden an Gehölzen in der Feldflur beseitigt werden.

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