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Gepflanzt, gespritzt, gedüngt

© Detlef Finger

Die Kartoffeldämme fräste Landwirt Pitschkes Mitarbeiter, André Stephan, unmittelbar nach der Pflanzung der frühen Knollen hoch.

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Seit Mitte März laufen die Frühjahrsarbeiten auf den Feldern von Matthias Pitschke auf Hochtouren. Zu Beginn der 11. Kalenderwoche wurden 90 kg Stickstoff in flüssiger Form auf dem für den Frühkartoffelanbau vorgesehenen Schlag ausgebracht. Die Ammonium-Nitrat-Harnstofflösung (AHL) applizierte der Landwirt mit der Feldspritze. Diese war zu Saisonbeginn zum Pflanzenschutz-TÜV und erhielt eine neue Prüfplakette, ebenso wie die mit einem Flüssigbeizaggregat ausgerüstete Kartoffellegemaschine.

Letztere kam am 17. März zum Einsatz. Auf zweieinhalb Hektar kam Pflanzgut der frühen Sorte Solist in den tags zuvor mit zwei Grubberstrichen gelüfteten Boden. Noch am selben Tag fräste Pitschkes Mitarbeiter André Stephan dann die Dämme hoch. Weitere drei Tage später, zum Frühlingsanfang, wurde ein Bodenherbizid auf der bestellten Fläche ausgebracht, das die auflaufenden Kartoffelpflanzen vor allzu starkem Konkurrenzdruck durch Unkraut bewahren soll. Denn auf der Fläche wird bis in den Mai hinein kein Pflanzenschutz möglich sein, weil die Dämme danach mit Vlies zum Schutz der jungen Kartoffelpflanzen vor Frost abgedeckt wurden. Die übrigen Flächen für die Speisekartoffelerzeugung werden Mitte April normal bestellt.

Ende der 12. Kalenderwoche waren im Betriebe auch Winterraps, Wintergerste und Winterweizen mit der Startgabe an Stickstoff versorgt. Die Ölfrucht wurde in zwei Arbeitsgängen gedüngt: erst mit schwefelsaurem Ammoniak in Granulatform, dann mit AHL, die zusammen 110 kg Stickstoff liefern. Das Getreide erhielt 70 kg/ha Stickstoff in Form von AHL, auch der Winterweizen auf den beiden Versuchsflächen, auf denen Matthias Pitschke mögliche Auswirkungen der neuen Düngeverordnung auf den Qualitätsweizenanbau in der Praxis prüfen will.

Erste Pflanzenschutzmaßnahmen hat der Landwirt inzwischen ebenfalls durchgeführt. In der vorvergangenen Woche behandelte er den Raps mit einem Insektizid gegen den einfliegenden Stängelrüssler. Anfang voriger Woche bekämpfte Pitschke den Rapsglanzkäfer, der sich nun ebenfalls in den Beständen breit machte. Außerdem versorgte der Diplomlandwirt seine Druschfrüchte in der ersten Aprildekade zweimal mit Bittersalz und einer NPK-Lösung zur Vitalisierung der Pflanzenbestände. Beim Raps erfolgte dies zusammen mit der Insektizidbehandlung, im Getreide zunächst als Solomaßnahme. Die zweite Blattdüngung im Winterweizen geschah Mitte voriger Woche in Verbindung mit der Applikation eines Wachstumsreglers. In der Wintergerste und im Winterroggen folgte die kombinierte Gabe von Blattdünger und Halmstabilisator zu Wochenbeginn.

Zuletzt arbeitete Pitschke überdies zusammen mit einer Agentur an der Feinabstimmung zur Neugestaltung der Internetseite seines Bauernhofes und des Hofladens, die dieser Tage online gehen soll.

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