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  • 2017.08.03.

Frühjahrsarbeiten laufen an

© Detlef Finger

Gelbschalen hat Landwirt Matthias Pitschke Anfang voriger Woche auf seinen Rapsschlägen aufgestellt.

Bildergalerie: Frühjarsarbeiten laufen an

Matthias Pitschke steht in den Startlöchern. Die zuletzt wechselhafte Witterung hat den Beginn der Frühjahrsarbeiten bislang verzögert. Der Landwirt hofft, Ende dieser Woche oder Anfang kommender Woche auf seine Felder zu können. Sobald der Boden befahrbar ist, werden Winterraps, Wintergerste und Winterweizen ihre Startgabe an Stickstoff erhalten – der Raps 110 kg/ha in Form von schwefelsaurem Ammoniak und Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung (AHL), Gerste und Weizen je 70 kg/ha in Form von AHL.

Bodentemperaturen noch zu niedrig

Außerdem gilt es, zweieinhalb Hektar Ackerland für den Frühkartoffelanbau zurechtzumachen und mit Stickstoff zu versorgen. Anfang dieser Woche war die Bodentemperatur mit etwa 6 °C noch zu niedrig. Ab Mitte März soll das zertifizierte Pflanzgut der Sorte Solist aber in den Boden kommen.

In den anschließend hochgefrästen Dämmen werden die Kartoffelpflanzen dann mindestens bis Mitte Mai zum Schutz vor Spätfrösten unter Vlies heranwachsen, ehe sie nach den Eisheiligen der normalen Witterung ausgesetzt werden.

Die Pflanzkartoffeln hat der 49-Jährige auf seinem Hof über mehrere Wochen in einem temperierten Lagerraum in speziellen Säcken aus lichtdurchlässigem Gewebe vorgekeimt. Die Knollen haben inzwischen kurze, dicke, eng anliegende Keime gebildet und Wasser veratmet, sodass sie weicher sind und damit stoßunempfindlicher beim Pflanzen. Die übrigen Flächen für die Speisekartoffelerzeugung werden Anfang/Mitte April normal bestellt mit nicht vorgekeimtem Pflanzgut.

Einige Vorbereitungen für einen Stickstoffdüngeversuch, den er auf zwei Winterweizenschlägen durchführen will, hat der Betriebsleiter bereits getroffen. So hat er Ende Februar auf beiden Flächen Bodenproben gezogen und zur Untersuchung an das Labor der öko-control GmbH in Schönebeck geschickt, um die Nmin-Gehalte der Böden bestimmen zu lassen. Pitschke geht es bei der Versuchsanstellung darum, mögliche Auswirkungen der neuen Düngeverordnung auf den Qualitätsweizenanbau in der Praxis zu prüfen.

Sensoren messen die Bodenfeuchte

Nebenher arbeitet Pitschke derzeit zusammen mit einer Agentur an der Neugestaltung der Internetseite seines Bauernhofes und des Hofladens seiner Lebensgefährtin. Zu den Neuigkeiten auf der Webseite werden detaillierte Informationen zum Bodenwassergehalt am Standort Gerbitz gehören. Die Daten hierzu liefern Sensoren, die schon seit Jahren in Pitschkes Garten am Haus die Werte in fünf, 15, 25 und 50 cm Bodentiefe messen und nunmehr auch auf den Computer des Landwirts übertragen. In Diagrammen auf dessen Internetseite ist jetzt ständig ablesbar, wie sich die Bodenfeuchte in Abhängigkeit vom Witterungsverlauf und insbesondere den Niederschlägen entwickelt. Der Ackerbauer selbst verspricht sich davon u. a. frühzeitige Hinweise darauf, wann bei einer Frühsommertrockenheit mit Bodendürre zu rechnen ist.

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