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  • 2017.17.05.

Erste Frühkartoffeln zu Pfingsten

© Detlef Finger

Die bei Landwirt Matthias Pitschke unter schützendem Vlies herangewachsenen Frühkartoffelbestände sind nach den Eisheiligen abgedeckt worden.

Bildergalerie: Erste Frühkartoffeln zu Pfingsten


Um Ostern hat Matthias Pitschke das Wintergetreide mit der Stickstoffgabe zum Schossen versorgt. Die Wintergerste erhielt ca. 75 kg Stickstoff, der Winterweizen in der Normalvariante je nach Sorte und Standort 55 bis 70 kg. Aufgrund der kühlen Witterung blieben die Feldkulturen danach in ihrer Entwicklung zunächst stehen. Insofern waren Pflanzenschutzmaßnahmen auch nur in begrenztem Umfang erforderlich.

Wachstum reguliert

Noch vor Ostern hatte der Landwirt im Winterweizen das Präparat Moddus zur Halmstabilisierung eingesetzt, danach folgte die Wachstumsregulierung auch im Dinkel und im Durum. „Die Einsatzstunden waren sehr begrenzt“, blickt der Betriebsleiter auf die dritte Aprildekade zurück, in der die Nachttemperaturen teilweise noch bis auf den Gefrierpunkt zurückgegangen waren. „Bei Frost besteht die Gefahr, dass durch den Einsatz des Wachstumsreglers der spätere Ertrag massiv geschmälert wird“, erklärt der Diplomlandwirt. Da Pitschke u. a. aus Kostengründen auch hier auf die Applikation von minimalen Aufwandmengen setzt, ist wüchsiges Wetter die Grundvoraussetzung für einen Erfolg der Maßnahme. Die Wintergerste sollte schließlich mit Camposan eingekürzt werden, sobald die Ährengrannen sichtbar werden.

Nach Ostern wurden zudem die Dämme auf der normal bestellten Kartoffelfläche hochgefräst. Die Knollen waren vor den Feiertagen ausgepflanzt worden. Die unter Vlies wachsenden Frühkartoffeln kamen Mitte März in die Erde.

Blütenspritzung im Raps

In der vergangenen Woche erfolgte auf dem Betrieb die Blütenspritzung im Winterraps – als Kombimaßnahme mit einer Mischung aus Fungizid und Insektizid gegen Sklerotinia (Weißstängeligkeit) und Blütenschädlinge sowie einem Blattdünger zur Stärkung der Rapspflanzen. Pflanzenschutzmaßnahmen gab es darüber hinaus gegen Rost im Durum und gegen Septoria im Winterweizen.
Einen ersten Ausblick wagte Pitschke zudem auf die Rodung der Frühkartoffeln der Sorte Solist. Ein Erntestart Ende Mai wie in anderen Jahren wird nach Einschätzung des Betriebsleiters aufgrund der langanhaltenden kühlen Temperaturen in diesem Frühjahr trotz Vliesabdeckung nicht zu bewerkstelligen sein. „Es muss auch ein entsprechender Ertrag da sein“, begründet der Landwirt seine Skepsis. Ziel sei es aber, dann zu Pfingsten die ersten Frühkartoffeln aus eigener Ernte zu haben, um frische Ware zum Verkauf am Stand des Gerbitzer Hofladens auf dem Mühlenmarkt in Cörmigk am Pfingstsonntag und Pfingstmontag anbieten zu können.

Seit Kurzem ist im Übrigen nun auch die neugestaltete Website des Bauernhofes Pitschke samt seinem Hofladen online. Sie ist im Internet unter https://www.bauernhof-pitschke.de/ zu finden.

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