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  • 29.11.
  • 2014.29.11.

Zurück im Stall

© Detlef Finger

Bis Mitte November waren die Fleischrinder der Agrargenossenschaft Löberitz in diesem Jahr

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Mitte November wurden in der Agrargenossenschaft Löberitz die letzten Fleischrinder vom Grünland in der Fuhneniederung geholt. Von einer stallnahen Weidefläche kamen sie in die Rinderanlage in Salzfurtkapelle. „Insgesamt hatten wir rund 150 Fleckviehtiere draußen, Kühe und Kälber bei Fuß“, sagt Edgar Hecht, Verantwortlicher für die Viehhaltung in der Genossenschaft. Vom Mai an hatten die Fleischrinder Weidegang. „Die Flächen sind vorhanden, das Futter ist reichlich gewachsen und arbeitswirtschaftlich ist die Freilandhaltung auch günstiger als die Stallhaltung“, erklärt Hecht.

 

Hauptkalbezeit im Winter

Auf den Weideflächen haben gut 20 Muttertiere ihre Kälber geboren. Die Hauptabkalbung liegt im Betrieb indes in der Stallhaltungsperiode im Winter. „Da sind die Überwachung der Mutterkühe und die Geburtskontrollen besser zu bewerkstelligen als auf der Weide“, weiß Edgar Hecht. Die ersten Muttertiere der Rasse Fleckvieh-Simmental, wie die auf Fleischleistung gezüchteten Rinder auch bezeichnet werden, haben in den letzten Tagen im Stall bereits gekalbt. „Bis Ende des Jahres rechnen wir mit etwa 60 bis 70 Kälbern“, rechnet der Landwirt vor. Von den jetzt geborenen Kälbern werden im nächsten Frühjahr, also vor dem Weideaustrieb, die am weitesten entwickelten Tiere als Absetzer mit einem Alter von mindestens fünf Monaten vermarktet. Dies sind vor allem männliche Tiere sowie weibliche Rinder, die nicht für die Reproduktion bzw. Aufstockung des Bestandes infrage kommen. Die später geborenen Nachkommen gehen im kommenden Frühjahr mit hinaus auf die Weiden.
Herde soll weiter wachsen
Für die Erstbelegung der Fleckviehfärsen kommt in der Herde ein Limousinbulle zum Einsatz – wegen der besseren Leichtkalbigkeit dieser Rasse. Die daraus resultierenden Kälber gehen alle in die Mast. In der Folge werden die Kühe dann von gekörten, genetisch hornlosen Fleckviehbullen gedeckt. „Wir legen Wert auf den Rassetyp und gute Tageszunahmen“, erläutert Edgar Hecht. „Die besten weiblichen Kälber sortieren wir für die Eigenbestandsreproduktion aus.“ Die erst im Jahr 2008 angeschaffte Herde umfasst mittlerweile 105 Kühe. 150 Mutterkühe sollen es einmal werden. Bis dieses Ziel erreicht ist, werden noch zwei, drei Jahre ins Land gehen, schätzt der Bereichsleiter ein.

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