• 2014
  • 02.09.
  • 2014.02.09.

Zeitverzug durch Regenschauer

© Detlef Finger

Am Dienstagnachmittag war Dominik Hänsch dabei, auf den tags zuvor gemähten Grünlandflächen in die Fuhneniederung die durch die nächtlichen Regenschauer durchnässten Schwade zu wenden, damit das Gras besser belüftet wird und schneller anwelkt.

Zur Bildergalerie: Zeitverzug durch Regenschauer

Am Dienstag waren in der Agrargenossenschaft Löberitz noch etwa 70 Hektar Raps zu drillen. „Die Witterung hat uns nicht so zum Zuge kommen lassen, wie wir eigentlich wollten“, erklärt Andreas Hänsch. In der Nacht hatte es am Betriebssitz in Salzfurtkapelle 15 Millimeter Niederschlag gegeben. Auf den besseren Standorten im Bereich Greppin, wo die Rapssaat noch in die Erde muss, trocknen die Böden langsamer ab, als in der Löberitzer Feldflur, wo die leichteren Böden zu finden sind. „Wir wollen den Raps aber auch nicht in die Erde schmieren“, betont der Produktionsleiter. Er hofft nun, die Ölfrucht bis zum Wochenende auf den insgesamt geplanten 460 Hektar Anbaufläche zur Ernte 2015 im Boden zu haben. Zwei komplette Drilltage sind dazu noch notwendig.

Aussaat von Getreide folgt

„Noch ist alles im grünen Bereich“, sagt der Landwirt, wohlwissend, dass sich der Zeitabstand zu den danach anstehenden Kulturen zusammenschiebt. Ab etwa dem 9./10. September soll Winterroggen auf 210 Hektar Fläche gedrillt werden, nach dem 15. September dann auf 425 Hektar Wintergerste und ab Ende September dann auf 500 Hektar Winterweizen. „Wir verfahren nach wie vor nach der klassischen Aussaatfolge“, erläutert der Feldbauchef. Bei der Wahl der Saatzeiten werden zum Beispiel Aspekte wie die Gefahr eines Befalls der Wintergerste mit dem Gelbverzwergungsvirus bei zu früher Saat berücksichtigt.

Aus Gras wird Heu und Silage

Die unbeständige Witterung hat ebenfalls Auswirkungen auf die Grünlandbewirtschaftung im Betrieb. Auf den Wiesen an der Fuhne steht der dritte Schnitt an. Er dient gleichzeitig der Pflege der Grünlandflächen und soll vor der demnächst beginnenden Maisernte abgeschlossen sein. Am Montag wurden die ersten etwa 35 Hektar Gras gemäht. Am Dienstag war Hänschs Sohn Dominik dabei, die über Nacht durchnässten Schwade zu wenden. „Weitere rund 80 Hektar Grünland wollen wir noch mähen“, rechnet Produktionsleiter Andreas Hänsch vor. „Je nach Wetterlage soll auf zirka 15 bis 20 Hektar  noch Heu gewonnen werden, der Rest wird siliert.“ Durch die Aufstockung des Bestandes an Milchrindfärsen ist der Bedarf an Futter höher. „Und eine Futterreserve für den Winter ist sicherlich nicht von Nachteil“, merkt Hänsch an.

Detlef Finger

comments powered by Disqus

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr