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  • 2015.18.02.

Winter ist Werkstattzeit

© Detlef Finger

Bildergalerie: Winter ist Werstattzeit

An diesem Mittwochvormittag sind in der Werkstatt der Agrargenossenschaft Löberitz auf dem Betriebshof in Salzfurtkapelle vier Landwirte mit Arbeiten an zwei Maschinen beschäftigt: Dominik Hänsch und Martin Hartwig bereiten den Feldhäcksler für die neue Futterbausaison vor, Sebastian Berger und Azubi Tibor Engel rüsten einen Schlepper für den Einsatz vor dem Düngerstreuer um. „Die beiden Maschinen müssen im Frühjahr, wenn es auf dem Grünland und den Äckern wieder losgeht, mit als erste einsatzbereit sein“, erklärt Jörg Hecht, Leiter Technik in der Agrargenossenschaft.

Jörg Hecht und Stephan Janitza, beide sind gelernte Schlosser, bilden das eigentliche Werkstattteam. Im Winter, wenn Pflege und Wartung der Landmaschinen und Geräte sowie größere Reparaturen an der Technik anstehen, kommen je nach Bedarf Kollegen aus dem Feldbau zur Unterstützung hinzu. In der Erntezeit und während anderer Arbeitsspitzen im Jahresverlauf sitzen diese als Stammfahrer auf den Schleppern bzw. Maschinen und kümmern sich auch um die tägliche Pflege ihrer Technik.

„Planbare Wartungsarbeiten wie Öl- und Filterwechsel oder den Austausch von Verschleißteilen, zum Beispiel Keilriemen oder Schare, legen wir bewusst in die Wintermonate“, erläutert Technikchef Hecht. Damit die Technik im Frühjahr wieder voll einsatzfähig ist, werden alle Maschinen und Geräte nach der Ernte bzw. nach Abschluss der Herbstarbeiten auf Schäden und Abnutzung kontrolliert und die Ersatzteile bestellt. „Durch die Rabatte, die die Händler für den Frühbezug von Teilen einräumen, können wir beim Einkauf eine Menge sparen“, sagt Jörg Hecht. Dass planbare Reparaturen in der Winterzeit dann größtenteils in Eigenregie erledigt werden, hilft ebenfalls die Kosten zu senken.

Sämtliche Instantsetzungsarbeiten an Maschinen, Schleppern und Geräten sowie Anhängern, die mechanische Baugruppen betreffen, werden in der betriebseigenen Werkstatt von Hecht und Janitza bzw. den Traktoristen, die zum Teil selbst gelernte Landmaschinenmechaniker sind, in Eigenregie erledigt. „Lediglich Arbeiten an elektronischen Bauteilen bzw. solche, die spezielle Diagnosegeräte oder teure Spezialwerkzeuge erfordern, lassen wir in Fachwerkstätten ausführen“, erklärt der Technikleiter. Und auch bei größeren Havarien während der Erntezeit werden Dienstleister in Anspruch genommen.

Das Zweierteam der Werkstatt unterstützt die Kollegen der Feldbauabteilung der Genossenschaft in der Saison andererseits tatkräftig bei anstehenden Arbeiten draußen auf den Schlägen, zum Beispiel beim Umrüsten der Mähdrescher von der Getreide- auf die Rapsmahd und umgekehrt, um die Stillstandzeiten der Schlüsselmaschinen so gering wie möglich zu halten. Darüber hinaus helfen die beiden Schlosser, so es die Zeit erlaubt, bei Reparaturarbeiten und Werterhaltungsmaßnahmen in anderen Produktionsbereichen des Agrarunternehmens, etwa den Rinder- und Schweineställen oder der Biogasanlage. In Verantwortung der Werkstatt liegt außerdem neben der Ersatzteilbeschaffung auch das Vorhalten von ausreichend Betriebsmitteln wie Öl und Diesel sowie die Betreuung der Tankstelle auf dem Hof. „Und der Getreideverkauf ab Hof an Klein- und Kleinsthalter, etwa von Geflügel“, ergänzt Technikchef Hecht und sagt schließlich: „Bei einem so großen, breit aufgestellten Betrieb wie unserem gibt es für uns immer etwas zu tun.“

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